10 Tipps für die effektive Arbeit von zu Hause

Zuhause arbeiten liegt im Trend. Ob im Internet, als Tagesmutter oder im eigenen Steuerbüro. Mittlerweile arbeiten immer mehr Menschen zuhause. Doch wie arbeite ich effektiv?

Egal, was und wieviel du von zuhause arbeitest, du hast einige Vorteile auf deiner Seite:

Andreas Morlok / pixelio.de

Andreas Morlok / pixelio.de

  • kein Arbeitsweg
    (oder nur die Treppe runter oder rauf *cool*)
  • flexible Arbeitszeiten
    (du kannst arbeiten, wann immer du willst – zumindest meistens, wenn du Tagesmutter bist natürlich nicht)
  • soviel arbeiten, wie du möchtest
    (zumindest theoretisch)

Die ganze Sache hat aber auch ein paar Nachteile:

  • leichter ablenkbar
    (die Spülmaschine könnte man ja noch schnell ausräumen, ect.)
  • immer erreichbar
    (meine Nachbarn schicken z.B. die Postboten alle zu mir, da ich ja immer zuhause bin 🙁 )
  • schwerer abzuschalten
    (vorallem, wenn das „Büro“ der Eßzimmertisch bzw. die Couch ist – solltest du ein eigenes Büro im Haus haben, gehts meist besser)

Doch darüber wollte ich heute gar nicht schreiben. Wie man sich selbst motiviert, um an der Arbeit Spaß zu haben, hab ich hier schon mal aufgeschrieben. Heute soll es aber eher darum gehen, wie ich meine Arbeit mehr strukturiere.

10 Tipps um effektiv zuhause zu arbeiten

  1. Habe Ziele
    Ok, das hört sich jetzt ersteinmal albern an. Ziele? Welche Ziele? Jeder der von zuhause arbeitet (meist ja doch selbständig), sollte sich eigene Ziele festlegen. Mittelfristige und langfristige Ziele für deine Selbständigkeit. Die können z.B. sein: Ich will in 5 Jahren einen Jahresgewinn von XX.XXX Euro haben – aber auch etwas ganz anderes: Ich will in 2 Jahren in meinem fertigen Büro sitzen. Oder, wie wäre es, damit eine Fortbildung als Ziel anzustreben?Ziele gibt es soviele, wie es Selbständigkeiten gibt – jeder sollte genau überlegen, welche Ziele zu einem selbst passen und diese auch von Zeit zu Zeit überprüfen.
     
    Eines meiner Ziele war vor Jahren: Ich möchte gerne 3 – 5 Mitarbeiter haben. Mittlerweile (nachdem ich 3 Mitarbeiter hatte und diese alle nach und nach wieder entlassen habe) finde ich dieses Ziel nicht mehr erstrebenswert. Mitarbeiter zu haben, steht nun auf meiner Wunschliste nicht mehr ganz oben – meine Prioritäten haben sich einfach geändert.
     
  2. Feste Arbeitszeiten
    Klar einer der Vorteile, wenn du zuhause arbeitest, ist die freie Zeiteinteilung. Allerdings bedeutet das eben nicht, dass du nur arbeiten sollst, wenn du Lust und Laune hast – oder ein Auftrag unbedingt fertig werden muss. Feste Arbeitszeiten helfen dir dabei, dich nicht immer wieder ablenken zu lassen. Natürlich kannst du dir eine Art Gleitzeit einbauen. So alla: von 8 – 15 Uhr muss ich 6 Stunden gearbeitet haben. Dann kannst du dich entscheiden, ob du heute eher anfängst, aufhörst oder lieber eine Mittagspause einplanst.
     
  3. Eins nach dem Anderen
    Auch wenn wir immer meinen, wir wären multitaskingfähig, die Meisten unter uns sind es nicht. Selbst wenn du zu der Ausnahmegruppe gehörst, die gut zwei oder drei Sachen gleichzeitig erledigen können, versuche dich auf eines zu konzentrieren. Denn auch wenn man es gut hinbekommt, zwei oder drei Dinge gleichzeitig zu erledigen – würde man diese Aufgaben nacheinander erledigen, braucht man meist weniger Zeit, Nerven und die gute Laune steigt mit jeder abgehakten Aufgabe sowieso.
     
  4. Kleine Happen für zwischendurch
    Nein, hier rede ich jetzt nicht vom Essen. Sondern von großen Arbeiten. Dein Kunde hat dir einen riesen Auftrag rübergeschoben und du siehst das Ende des Tunnels nicht? Du planst eine neue Webseite und hast soviele Ideen, die du umsetzen musst? Mach einen Schritt zurück – und überlege dir Etappenziele.Zum Beispiel kannst du deine Webseite in die Abschnitte: programmieren, designen und mit Content versehen unterteilen – natürlich gingen da noch kleinere Schritte, je nachdem, wie aufwendig das Projekt ist.
     
    Nun kannst du nach jeder geschafften Etappe einen kleinen Haken im Feld „erledigt“ machen – deine Motivation und deine Laune wird steigen und damit auch deine Lust darauf, weiterzumachen.Tipp: Den kleinen Haken kannst du entweder im Kopf machen – dann aber bitte bewußt: Ja, das wäre geschafft! – ruhig auch laut aussprechen, oder du legst dir eine Todo-Liste an, auf der du dann jeden Punkt wirklich abhaken kannst. Der Vorteil: man sieht schön vor sich, was man doch schon eigentlich alles geschafft hat.
     
  5. Wer schreibt, der bleibt
    Den Satz kenne ich aus meiner Freizeitbeschäftigung, dem Kartenspiel. Dort soll immer der die besten Chancen haben, der die Ergebnisse notiert. Warum? Naja, zu allererst, weil er die Verteilung gut im Blick hat – und somit sofort weiß, wann er reagieren muss. (Böse Zungen behaupten, weil man da so gut beschummeln kann, aber darauf will ich jetzt nicht weiter eingehen).Bleiben wir lieber bei dem „Wir haben das Geschehen im Blick“.Meinst auch du (wie viele andere), du kannst dir das schon merken? Du musst dir keine Notizen machen? Vergiss es einfach – das funktioniert nicht. Irgendwas fällt „hintenrunter“.
     
    Ich für meinen Teil schreib mir mittlerweile alle auf: den Termin mit meinen Kunden genauso wie den Kaffeeklasch mit der Nachbarin. Die Rechnung, die ich noch überweisen soll ist hier genauso zu finden, wie mein Kind, dass ich heute früher vom Kindergarten holen muss.So eine Todo-Liste ist, wie bereits erwähnt, eine gute Motivationshilfe, da man sieht, das hab ich schon geschafft – aber vorallem hilft sie dir den Überblick zu behalten. Lege sie an! Es reicht ein großer Block, ein leeres Heft oder nutze dein Outlook dazu. Hier kannst du wunderbar Termine vergeben – und wirst dann automatisch wieder daran erinnert.Das entlastet total – und dein Hirn kann sich voll und ganz auf die gerade anstehende Arbeit konzentrieren.
     
  6. Plane Bürotage ein
    Also plane Tage, in denen du auf keinen Fall aus dem Büro gehst – keine Kundentermine, kein Weg zur Post, nichts anderes außerhalb diesere vier Wände wird heute gemacht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man – sobald man Termine hat – vorher nichts wirklich zu stande bekommt (man muss ja gleich weg) und danach auch kaum noch was schafft (die Gedanken hängen noch am Termin oder man ist vom Termin so fertig, dass man nicht mehr mag).Deshalb plane ich Bürotage und „Draussentage“ ein, so habe ich maximal einen oder zwei Tage die Woche, wo im Büro nicht viel läuft –  dafür kann ich die restlichen Tage durcharbeiten.
     
  7. Ich gehe ins Büro
    Ehrlich – wie sitzt du gerade vorm PC? In Jogginghose mit Schlappershirt? Haare nicht gerichtet, geschminkt sowieso nicht? Warum denn? Würdest du so auch ins Büro gehen? Was tust du, wenn ein Kunde oder ein Lieferant unverhofft vor deiner Türe steht?
     
    Also ich würde mich jetzt nichts ins Kostüm oder (als Mann) in den Anzug werfen, um dann zuhause meine Arbeit zu erledigen – aber ein wenig gepflegt geht das schon. Wenn du dich schon nicht als Geschäftsfrau /-mann siehst, wie sollen es die anderen? Außerdem kommt das auch am Telefon rüber, musst du mal probieren – wenn du im Schlapperoutfit telefonierst kommst du anderes rüber, als wenn du schick zurecht gemacht bist.
     
  8. Plane den Tag
    Also nicht nur Bürotag und Aussendiensttag – sondern, heute erledige ich:
    …. und jetzt alles auf die Liste, was heute wichtig ist. Am Besten mit Priorität versehen. z.B. Artikel im Blog erstellen – Prio 2, Rechnungen überweisen – Prio 1, Kunde XYZ anrufen – Prio 1, Mahnungen schreiben – Prio 2, Bilder bearbeiten – Prio 3, ect.Und nun arbeitest du zu allererst die Prio1-Planungen ab.
     
    Egal ob Lust oder nicht, egal ob geliebte oder unangenehme Arbeit.Solltest du zu Priorität 3 oder 4 nicht kommen, kommen sie auf die Liste für morgen – dabei nochmal überprüfen, ob sie morgen nicht eine höhere Priorität haben.Diese Planung kann man auch gut am Ende der Arbeitstag für den nächsten Tag machen – manchmal „überfallen“ einen dann des Nachts schon super Ideen dazu.
     
  9. Sei realistisch
    Bei all deinen Planungen, Überlegungen und Arbeiten sein dir immer im Klaren: Ersten kommt es anderes und zweitens als du denkst. Also bei mir deinen Wünschen, Planungen und anderem auf dem Boden. Es bringt dir nichts, wenn du dir pro Tage 20 Prio1-Aufgaben ausdenkst, obwohl du genau weißt, du schaffst maximal 10. Das bringt nur Frust.Das Einzige, wo träumen und unrealistisch sein gefragt ist, ist es wenn es um deine Träume geht (Wo stehe ich in X Jahren?), denn wer sich hier schon nicht vorstellen kann, ein gut laufendes Geschäft zu besitzen, wird es wohl schwer bekommen.
     
  10. Sei pragmatisch – zumindest meistens
    Du musst nicht jedesmal das Rad neu erfinden. Was gut funktioniert, darfst und sollst du auch gerne übernehmen. Du darfst auch gerne Ideen und Überlegungen von anderen abkupfern (nur nicht 1:1 klauen – das kann teuer werden). Wenn also jemand eine gutgehende Webseite über das Thema X hat, dann schau, warum – und mach es ihm nach. Wenn die Programmierung deiner Webseite gut läuft – dann lass sie laufen und schraub nicht noch Stunden lange dran rum.
     
    Um dich aber von der Masse abzuheben, musst du ab und an von abweichen. Also wenn du etwa entdeckst, was bei vorhin genannter Webseite nicht so gut funktioniert – dann verbessere es. Es ist immer eine Frage von Aufwand und Nutzen. Rentiert sich der Aufwand wirklich, eine Farbe hunderprozentig genau anzupassen? Oder reicht es nicht, dass man den Unterschied kaum bemerkt?

 

So das waren meine 10 Tipps um erfolgreich und effektiv von zuhause aus arbeiten zu können. Es gibt bestimmt noch viel mehr Ideen zu diesem Thema.

Mein Fazit:
Zuhause zu arbeiten kann Spaß machen und wirklich Geld bringen aber es ist definitiv anstengender und schwerer, als sich die Meisten vorstellen, die nicht von zuhause aus arbeiten.
 
Mein größter Schwachpunkt: Ich arbeite immer alleine vor mich hin, keine Kollegen, kein Kundenkontakt (von den wenigen Telefonaten abgesehen), kein Chef. Hört sich ersteinmal verführerisch an – geb ich zu…. nur auf Dauer ist das echt einsam.

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