Warum meine SEO-Strategie bei fibb.de gerade „scheitert“ – und trotzdem funktioniert

Von 2022 bis 2025 haben sich die Besucherzahlen auf Fibb.de ungefähr gedrittelt. Und wenn man nur auf diese Zahl schaut, könnte man ziemlich schnell denken: Das ist ein Rückschritt. Ein Fehler. Vielleicht sogar das Ende einer guten Idee.

Aber genau das ist es nicht.

Denn ich bin mir heute mehr denn je sicher, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe – auch wenn Google Fibb.de gerade so gar nicht zu mögen scheint.

Manchmal fühlt sich „weniger“ einfach nicht nach Befreiung an, sondern nach Verlust. Nach Unsicherheit. Nach diesem leisen Zweifel, ob man gerade alles kaputt macht, was man sich über Jahre aufgebaut hat.

Und trotzdem steckt in genau diesem „weniger“ in diesem Fall etwas sehr Ehrliches. Etwas, das erst auf den zweiten Blick sichtbar wird.

Aber jetzt erstmal von vorne.

Es war einmal – im Jahr 1998 – da registrierte eine sehr nette Frau (nein, nicht ich) die Domain fibb.de und machte daraus ein FrauenInternetBranchenBuch. Daher auch diese etwas ungewöhnliche Buchstabensuppe der Domain, die mir bis heute geblieben ist.

Eine Seite, die damals Orientierung geben sollte. In einer Zeit, in der das Internet noch ganz anders aussah. Und in der niemand ahnen konnte, wohin sich all das einmal entwickeln würde.

Die Zahlen zeigen es: Von über 120.000 Besucher in 2022 auf knappe 46.000 Besucher in 2025. Gewollte, ja – aber trotzdem tut’s weh.

Vom Branchenbuch für Frauen zum Blog

Etwa zehn Jahre nach der Registrierung – genauer gesagt irgendwann im Jahr 2008 – habe ich fibb.de von einer guten Bekannten übernommen. Damals war die Seite ein Branchenbuch für Frauen. Eine Sammlung von Einträgen, Links und Angeboten – strukturiert, nützlich, aber ehrlich gesagt: nicht wirklich ich.

Ich habe es zunächst so weitergeführt. Aus Respekt vor der Arbeit, die schon darin steckte. Und vielleicht auch, weil ich noch nicht genau wusste, wohin die Reise für mich gehen sollte.

Doch ziemlich schnell wurde mir klar: Wenn ich diese Seite wirklich mit Leben füllen will, dann muss sie sich verändern. Dann muss sie zu mir passen.

Also habe ich eine Entscheidung getroffen, die sich im ersten Moment ziemlich radikal angefühlt hat: Ich habe alles gelöscht. Und neu angefangen. Mit WordPress. Mit meinen Themen. Mit meiner Stimme.

1998-2001: Der Start von fibb.de

Die Ursprünge von fibb.de reichen tatsächlich noch weiter zurück. Ende der 90er, Anfang der 2000er entstand das FrauenInternetBranchenBuch – zu einer Zeit, in der das Internet noch ganz anders war als heute.

2001 war fibb.de genau das: ein Verzeichnis. Eine Orientierungshilfe. Ein Stück digitale Pionierarbeit.

Damals gehörte die Seite noch nicht mir. Aber sie war der Grundstein für alles, was später daraus entstehen sollte.

Das FrauenInternetBranchenBuch im Jahr 2001 – da gehörte es mir noch nicht.

2005: Fibb.de bekommt ein neues Kleid

Ein paar Jahre später bekam das Branchenbuch ein neues Design. Moderner, klarer, ein bisschen mehr „Website“ und ein bisschen weniger „Sammlung“.

Mit genau diesem Look habe ich fibb.de schließlich übernommen. Und auch wenn sich später vieles verändern sollte – dieser Moment war so etwas wie die Brücke zwischen „damals“ und „meinem“ fibb.de.

Das FrauenInternetBranchenBuch hat ein neues Design. Mit diesem Aussehen habe ich fibb.de auch übernommen.

2009 – 2014: Fibb.de wird zum WordPress-Blog

Irgendwann vor 2014 (genau kann ich das gar nicht mehr sagen) kam dann der große Umbruch: Weg vom Branchenbuch, hin zum Blog.

WordPress war für mich damals nicht nur ein Tool, sondern eine Möglichkeit. Eine Bühne. Eine Einladung, meine eigenen Inhalte zu veröffentlichen.

Ich begann, über das zu schreiben, was mich beschäftigte: Geld verdienen im Internet – speziell für Frauen. Dazu Bewerbungstipps, Ideen zur Existenzgründung und das Mutter sein. Eine kunterbunte Mischung rund um die Arbeitswelt und das Geld verdienen als Frau.

Das war mein Einstieg. Mein Thema. Mein Weg.

Fibb.de – mein Blog rund ums Geld verdienen im Internet (für Frauen)

2020: Immer noch „Geld verdienen im Internet“

Auch Jahre später drehte sich auf fibb.de noch vieles um dieses Thema. Es gab ein neues Design, neue Ideen, neue Inhalte – aber die Richtung war im Kern gleich geblieben. Ab und an schrieb ich schon mal einen Blogartikel rund ums „Geld verdienen mit dem Blog“. Aber halt nur als eines der Themen auf fibb.de.

Doch in meinem Kopf drehte sich damals schon die Gedanken.

Ja, der Blog war erfolgreich.
Ja, ich hatte fast monatlich neue Besucherrekorde.
Ja, die Blogartikel wurden gelesen….

…. aber: Das waren Blogartikel aus Keywords „geboren“. Blogartikel ohne Seele, ohne meine Erfahrungen, ohne mein Wissen und mein Herzblut.

Ein anderes Design, aber immer noch Themen rund ums Geld verdienen.

2022: Meine Themen verändern sich

Irgendwann Ende 2022 habe ich eine Entscheidung getroffen – diesmal weniger laut, aber mindestens genauso wichtig wie damals, als ich aus dem Branchenbuch ein Blog machte.

Ich habe aufgehört, mich an einem Thema festzuhalten, das sich nicht mehr ganz stimmig anfühlte.

Stattdessen habe ich begonnen, über das zu schreiben, was ich wirklich jeden Tag mache und liebe: Bloggen, SEO und WordPress.

Nicht mehr „Geld verdienen im Internet“ als großes, oft abstraktes Thema. Sondern konkreter. Ehrlicher. Näher dran.

Und vielleicht war genau das der Moment, in dem fibb.de wirklich zu meinem Blog geworden ist.

Irgendwann Ende 2022 habe ich beschlossen mehr übers Bloggen, SEO und WordPress zu schreiben.

Meine Rankings bis 2022

2022 waren alle meine Rankings noch rund um die Themen:

  • Business aufbauen als Frau
  • Rechnungen schreiben, Zahlungserinnerungen (und alles sonst rund um die Buchhaltung)
  • Geld verdienen im Internet (gaaaanz viel)
  • und vieles andere….

Bis 2022 hatte ich ungefähr 100 Blogartikel in diese Richtung geschrieben.

Mein erster Blogartikel in Richtung „Bloggen“ habe ich am 17.1.2023 veröffentlicht:

Meine Rankings 2023 & 2024: Das „alte“ Thema hat die Oberhand

Und dann kam die Realität.

Denn während ich für mich längst klar hatte, wohin die Reise gehen soll, sah das bei Google… sagen wir mal: anders aus.

Google war (und ist) ziemlich stark auf meine alten Themen eingeschossen. Alles rund ums Geld verdienen im Internet lief – und läuft – einfach. Diese Inhalte haben sich über Jahre aufgebaut, Vertrauen gesammelt, Rankings gefestigt.

Mit meinen neuen Blogartikeln sah das ganz anders aus.

2023: Erste kleine Lebenszeichen

2023 sind meine ersten Artikel zu Bloggen, SEO und WordPress überhaupt in den „meistgelesenen Beiträgen“ aufgetaucht.

Aber eben eher… weiter hinten.

Platz 27 und 34.

Nicht schlecht für den Anfang – aber auch weit entfernt von dem, was ich mir eigentlich gewünscht hatte.

2024 hat sich das Ganze minimal verschoben.

Platz 23 und 31.

Also ja: eine Entwicklung ist da. Aber eben keine, bei der man jubelnd durch die Wohnung tanzt.

Eher so ein vorsichtiges: Okay… es bewegt sich wenigstens.

Meine Rankings 2025: Es geht abwärts!

2025 wurde es dann… interessant.

Denn plötzlich passierte etwas, womit ich so nicht gerechnet hätte:
Meine alten Blogartikel begannen langsam, aber spürbar in den Rankings nach hinten zu rutschen.

Nicht von heute auf morgen.
Nicht dramatisch.
Aber stetig.

Und gleichzeitig?

Trotz inzwischen zwei Jahren voller Inhalte rund um WordPress, SEO und Bloggen hatte ich oft das Gefühl: Google ignoriert das alles einfach.

Kein großer Durchbruch.
Kein „Jetzt hat es Klick gemacht“.

Eher dieses leise, nagende: Sieht das eigentlich irgendwer?

Und dann – ganz unspektakulär – kam Bewegung rein.

Neben den beiden Blogartikeln, die sich schon 2023 und 2024 tapfer gehalten hatten, hat es 2025 endlich ein weiterer Artikel geschafft:

Ein Blogartikel rund ums Bloggen ist in die Top 20 gerutscht.

Kein viraler Hit.
Kein riesiger Traffic-Booster.

Aber ein Signal.

Ein ziemlich wichtiges sogar.

2026: Absturz – Irgendwann musste es passieren.

Und 2026 war genau dieses Jahr.

Google hat wohl endlich verstanden, dass ich nicht mehr über Geld verdienen, Selbständigkeit als Frau oder klassische Business-Themen blogge.

Und die Reaktion?

Ein ziemlich harter Cut.

Hier siehst du die Seiten bis Mitte April und deren Aufrufe.

Plötzlich sind die Rankings meiner alten Artikel regelrecht eingebrochen.
Bis auf einen kleinen, fast schon trotzig wirkenden Ausreißer:

Der Blogartikel zur Zahlungserinnerung hält sich immer noch erstaunlich gut.

Aber sonst?

Nahezu alles ist abgestürzt.

Und das zeigt sich auch ganz deutlich in den Zahlen:

730 Besucher über Google vom 1. Januar bis 21. April 2026.

Das ist ungefähr das, was ich früher an einem einzigen Tag hatte.

Natürlich tut das weh.
Da gibt es nichts schönzureden.

Die Aufteilung der Webseiten, von denen ich Besucher bekomme.

Gleichzeitig passiert aber etwas anderes:

Die restlichen Besucher kommen weiterhin.
Nur eben nicht mehr über Google.

Sondern über andere Quellen.

Und genau das ist der spannende Teil.

Die ersten zarten Pflänzchen

Mittlerweile habe ich rund 130 Blogartikel (von insgesamt 234) zu meinen neuen Themen geschrieben: Bloggen, SEO und WordPress.

Ja, darunter sind auch viele Beiträge, die gar nicht ranken sollen – und es vermutlich auch nie werden.
Zum Beispiel meine Rückblicke oder sehr persönliche Artikel.

Und trotzdem haben sie alle etwas gemeinsam:
Sie zahlen auf genau diese neue thematische Ausrichtung ein.

Google hat das lange ignoriert.

… und dann erst einmal für einen kleinen Schock gesorgt.

Denn die Zahlen sind deutlich:

Von bis zu 13.000 Besuchern im Monat (Januar 2024)
auf etwa 3.500 Besucher (Januar 2026).

Das ist ein harter Einschnitt.
Und ja – das tut weh.

Der einzige logische Schritt

Weg vom SEO mit der Brechstange.
Weg von perfekten, aber austauschbaren Expertenartikeln.

Hin zu etwas, das sich endlich richtig anfühlt:

Zu persönlicheren Inhalten.
Zu Artikeln, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch meine Erfahrungen zeigen.

Zu dem, was ich heute unter emotionalem SEO verstehe.

Und genau hier zeigen sich die ersten Veränderungen.

Aus den drei Blogartikeln, die sich bereits langsam nach vorne gearbeitet hatten, ist ein vierter dazugekommen.

Kein riesiger Sprung.
Aber ein klares Signal.

Alle anderen Artikel?

Die liegen noch weiter hinten in den Rankings.
Oder werden über andere Suchmaschinen wie Microsoft Bing gefunden.

Unauffällig.
Leise.

Aber genau so fühlt sich echter Wandel oft an:

Nicht wie ein Durchbruch.
Sondern wie kleine, zarte Pflänzchen, die erst einmal wachsen müssen, bevor sie sichtbar werden.

Mai 2025: Ein harter Schnitt, nach langem Zagen

Diese Woche habe ich es dann gewagt.

Fast alle „alten“ Texte sind weg.

Ich habe die meisten auf meine Texte rund ums Bloggen umgeleitet.

Im Moment sind noch 16 Texte übrig, diese möchte ich nun nach und nach komplett ümschreiben. So dass sie zu meinem neuen Thema passen.

Was meine Zugriffszahlen dazu sagen?

Wird die Zukunft zeigen.

Ich harre nun der Dinge, die kommen.

Aber der Schritt musste sein.

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Fazit: Änderungen tun weh

Mir war Anfang 2023 ziemlich klar, dass dieser Moment irgendwann kommen würde. Ich wusste, dass die Rankings meiner alten „Geld verdienen“-Blogartikel nach und nach wegbrechen würden.

Was ich allerdings nicht richtig eingeplant hatte: Dass meine neuen Inhalte nicht einfach automatisch in die Top 10 rutschen würden, nur weil sie neu sind und thematisch passen.

Irgendwie wirkt es gerade so, als wäre Google ein bisschen verschnupft. Und mir bleibt im Moment nicht viel anderes übrig als: abwarten, Tee trinken – und weiter über mein eigentliches Lieblingsthema schreiben.

Denn eines ist für mich ziemlich klar:

FiBB kommt zurück.

Vielleicht nicht langsam und leise. Vielleicht eher mit einem Knall.

Ich glaube nicht, dass es ewig dauert, bis sich das alles sortiert. Irgendwann werden die neuen Blogartikel sichtbar werden – nicht, weil ich sie „optimiert“ habe, sondern weil jeder einzelne mit Herzblut entstanden ist.

Und genau das wird Google (früher oder später) auch erkennen.

Bis dahin freue ich mich über jeden einzelnen treuen Stammleser, der diesen Weg schon jetzt mitgeht.

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