Mißerfolg im Beruf

Einen Mißerfolgt im Beruf musste wohl jeder schon einmal einstecken. Doch wie gehst du damit um? Wie kommst du aus dem Loch und dem Tal der Tränen wieder heraus?

Was war Ihr größter Mißerfolg im Beruf?  – lautet eine der beliebtesten Fragen bei einem Bewerbungsgespräch.

Wenn man hier ein gutes Beispiel nennen kann und daraus gelernt hat – schauts gar nicht so schlecht aus mit dem neuen Job.

Bernd Kasper / pixelio.de

Bernd Kasper / pixelio.de

Doch wie lernt man aus so einem Misserfolg? Und vor allem was sollte man denn daraus lernen?

Erfolgreich scheitern wäre hier eine hilfreiche Technik.

Doch nun auf Anfang zurück. 🙁

Wie scheitere ich „erfolgreich“?

Du hast gerade deine Kündigung erhalten? Der Neukunde, der einen viele Stunden Arbeit gekostet hat, ist doch zur Konkurenz? Oder dir wurde die Leitung der Abteilung abgenommen?

Schritt 1: das Leugnen

Im ersten Moment kommt die einzig richtige Reaktion: Das kann nicht wahr sein! Ich doch nicht!

Doch kurz darauf stellt sich das Erwachen ein, doch – genau du und genau jetzt – und das tut weh. Egal wie profesionell man ist, egal wieviele Projekte du schon erfolgreich zu Ende gebracht hast, alles egal. Jetzt und hier – liegst du am Boden.

Schritt 2: Emotionen über Emotionen

Dieser Verlust wiegt schwer, gerade wenn du deine Arbeit gerne gemacht hast oder den neuen Auftrag doch „eigentlich“ so dringend hättest brauchen können. Diese Verzweiflung, die Zukunftsängste, die Ausweglosigkeit – der musst du dich jetzt stellen.

Das dauert Zeit und geht meist besser, wenn man gute Freunde oder Familie an seiner Seite hat. Einfach erzählen und trösten lassen. Allerdings sind „gut gemeinte“ Ratschläge gerade falsch am Platz. Nein, gerade willst du nicht hören, dass es schon einen Sinn hat – auch nicht, dass bestimmt etwas besseres nach kommt.

Auch wenn es (vielleicht) stimmen mag – aber solche „guten Ratschläge“ helfen nicht.

Zieh dich zurück, an einen Ort, der dir gut tut – umgib dich mit Menschen, die dich verstehen. Erst wenn du diese Zeit hinter dir hast, kannst du nach vorne blicken.

Wie mit dem Mißerfolg umgehen?

In der Phase auf alle Fälle Füße ruhig halten. Keine voreiligen Entschlüße fassen und nichts sagen oder tun, was man nachher bereuen könnte.

Solche Dinge, die einen da gerade in den Sinn kämen, die sich aber im nachhinein meist als falsch herausstellen:

  • den Chef schlecht machen
    („am Besten“ noch in öffentlichen Foren, in Facebook oder bei der letzten Firmenfeier)
  • auf die Abfindung verzichten
  • nicht zum Arbeitsamt gehen
  • ect.

Hier gibt es eine sehr lange Liste, was du NICHT tun solltest – wenn es dich aber doch so reizt, bei Facebook zu veröffentlicht was für ein A…..loch dein Nochchef ist, geh lieber ersteinmal eine Runde Spazieren. Zur Not eine sehr lange Runde. Meist reicht das schon um dir klarzumachen, dass du dir mit dieser Aussage am Meisten schaden würdest.

Nach der Trauerphase, wenn du wieder „etwas klarer“ im Kopf bist, kannst du vielleicht mit deinem Chef nochmal reden – und ihn mit guten (!) Argumenten davon überzeugen, dass du doch der/die Richtige für die Stelle des Abteilungsleiters bist. Oder eine gute Abfindung heraushandeln, wenn es um eine Kündigung geht.

Hast du allerdings bei Facebook solch „nette“ Kommentare stehen, kannst du dir das schenken.

Schritt 3: Auf los gehts los – die Zeit der Neuorientierung

Nach der ersten Trauerzeit – gehts wieder los. Hier kommt es natürlich darauf an, was dir passiert ist. Bei einer Kündigung kannst du dich wieder bewerben, bitte nicht gleich eine gleichwertige (oder noch bessere) Stelle erwarten – bei einer Degratierung solltest du dich auf die Hinterbeine stellen, um deinen Chef zu beweisen, dass du doch besser bist, als er gedacht hat oder dir eben einen anderen Job suchen.

… und der Kunde, der abgesprungen ist?

Naja, da hatten deine Freunde am Anfang natürlich recht: es gibt noch mehr Interessenten. Nur das kannst du erst jetzt einsehen. Jetzt gehts daran, diesen neuen Kunden zu finden.

Schritt 4: Akzeptanz

Einen Mißerfolg im Beruf wirst du immer wieder einmal erleben – manche erleben davon sehr viele, andere kommen mit zwei oder drei sehr großen Mißerfolgen im Beruf durchs Berufsleben. Was aber immer am Ende stehen soll: Du solltest etwas daraus gelernt haben.

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