173 Fakten über’s Bloggen, die dich (und Google) beeindrucken

Vor ein paar Jahren habe ich 57 Fun-Fakts über mich geschrieben. Lustiges, Skurriles, ein bisschen Trauriges – alles über mich.

Dass ich sowas auch mal über mein eigentliches Thema machen könnte? Kam mir nicht mal ansatzweise in den Sinn.

Dabei blogge ich seit 2002. Ich hätte es wissen müssen.

Als ich dann endlich angefangen habe, war ich sicher: nach 10, vielleicht 20 Fakten ist Schluss. Das Thema gibt halt nicht mehr her.

Naja.
Es wurden über 170.

Fakten über Bloggen, SEO, WordPress, die Geschichte des Internets – und ein paar über mich. Manche davon haben mich selbst überrascht.

Viel Spaß beim Schmökern!

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Geschichte & Historie des Bloggens

Ich „blogge“ schon seit 2002 …. auch wenn es damals noch gar nicht „bloggen“ hieß. Die ersten Seiten stellte ich wirklich mit HTML zusammen. Als 2003 WordPress auf den Markt kam, war das die Erlösung.

Die Anfänge
Meine Seite fibb.de ist aus dem Jahr 1999. Sie wird dieses Jahr 27 Jahre alt – genauso alt, wie mein ältester Sohn. Manchmal komme ich mir soooo alt vor.

  1. Der Begriff „Weblog“ wurde 1997 von Jorn Barger geprägt – für sein Tagebuch auf seiner Website Robot Wisdom. (Quelle)
  2. 1999 kürzte Peter Merholz das Wort „Weblog“ zu „Blog“ ab – indem er es in zwei Wörter teilte: „we blog“. (Quelle)
  3. Als erster Blog der Welt gilt Links.net von Justin Hall – er startete ihn am 27. Januar 1994 als Student. (Quelle)
  4. 2004 nannte ihn das New York Times Magazine den „Gründervater des persönlichen Bloggens“. (Quelle)
  5. 1998 startete Open Diary – die erste Plattform, auf der Leser Kommentare unter Blogbeiträge schreiben konnten. (Quelle)
  6. Im April 1999 gründete Brad Fitzpatrick LiveJournal – eine der ersten Community-Blogging-Plattformen. (Quelle)
  7. Im August 1999 erschien Blogger.com – der erste kostenlose Dienst, mit dem jeder ohne Programmierkenntnisse einen Blog erstellen konnte. (Quelle)
  8. 2003 kaufte Google Blogger.com auf – seitdem gehört die Plattform zum Google-Konzern. (Quelle)
  9. WordPress erschien am 27. Mai 2003 – gegründet von Matt Mullenweg (damals 19 Jahre alt!) und Mike Little. (Quelle)
  10. WordPress entstand aus dem Fork von b2/cafelog – einer Blogsoftware, die ihr Entwickler einfach aufgegeben hatte. (Quelle)
  11. Anfang der 2000er gab es noch kaum „Blogs“ – und das Wort „Bloggen“ war noch gar nicht verbreitet. (Quelle)
  12. Die ersten Webseiten wurden von Hand in HTML geschrieben – mit vereinzelten PHP-Befehlen. (Quelle)
  13. Vor WordPress gab es lokale Software zur Seitenerstellung – aufwändig, nervig, aber besser als reines Coden. (Quelle)
  14. Kurze, mit Keywords vollgestopfte Texte von ein paar hundert Wörtern reichten früher aus, um bei Google zu ranken. (Quelle)
  15. Artikelverzeichnisse (auch Webkataloge genannt) waren um 2005 der absolute Renner – heute sind sie tot. (Quelle)
  16. Linktausch war DIE Methode, um in die Google Top 10 zu kommen – dafür brauchte man gleich mehrere Blogs. (Quelle)
  17. Black-Hat-SEO-Klassiker: weißer Text auf weißem Hintergrund zum unsichtbaren Keyword-Stuffing. (Quelle)
  18. „Bloggen ist tot“ – dieser Satz wird schon seit über 25 Jahren wiederholt, regelmäßig und immer wieder. (Quelle)
Wenn ich für jedes Mal „Bloggen ist tot“ das ich in den 24 Jahren, die ich blogge, gehört habe einen Euro bekommen wäre, hätte ich ausgesorgt.

Google-Updates mit Tiernamen

Diese Updates habe ich allesamt mitgemacht. An manchen bin ich schier verzweifelt – andere haben mir in die Karten gespielt. Vorallem dem Panda und dem Peguin habe ich viel zu verdanken. Endlich machte es Sinn, sich an Regeln und Vorgaben zu halten – und für die Leser und nicht nur für den Algorythmus zu schreiben.

  1. Der PageRank wurde 1996 von Larry Page und Sergey Brin an der Stanford University entwickelt – ursprünglich hieß das Projekt „BackRub“. (Quelle)
  2. Der Name „PageRank“ ist ein Wortspiel: Er bezieht sich sowohl auf „Web Page“ (Webseite) als auch auf Larry Pages Nachname. (Quelle)
  3. Das Google Panda-Update erschien 2011 – es zielte auf minderwertigen Content ab. (Quelle)
  4. Das Google Penguin-Update erschien 2012 – es bestrafte manipulativen Linkaufbau. (Quelle)
  5. Das Google Hummingbird-Update erschien 2013 – Google begann, Suchanfragen semantisch zu verstehen. (Quelle)
  6. Nach den Tier-Updates hießen die meisten Updates nur noch nüchtern „Core-Update“. (Quelle)
  7. Das Google Helpful Content Update erschien 2022 – hilfreich für Menschen, nicht für Suchmaschinen, wurde zum Maßstab. (Quelle)
  8. Jedes Google-Update hat eines gemeinsam: Es wurde für Spammer immer schwerer, mit austauschbaren Texten zu bestehen. (Quelle)

WordPress & Technik

Mit WordPress wurde es möglich, (fast) ohne Technikkenntnisse zu bloggen. Meine HTML- und die paar PHP-Kenntnisse, die ich von vorher habe, helfen aber dabei, zu verstehen, wie WordPress arbeitet.

WordPress – die Zahlen

WordPress ist kostenlos. WordPress ist OpenSource und WordPress hat eine riesige Fan-Gemeinde. Das allein kann aber den Erfolg noch nicht erklären. Vielleicht ist es die einfach Bedienung und dass JEDER eine schicke Webseite erstellen kann. Auch ohne viel Erfahrung.

  1. 43,4 % aller Websites im Internet laufen auf WordPress (Stand 2025). (Quelle)
  2. Unter allen Websites mit bekanntem CMS nutzen 61,3 % WordPress – Platz 2 hat mit riesigem Abstand Shopify. (Quelle)
  3. Jeden Tag entstehen weltweit ca. 661 neue WordPress-Websites. (Quelle)
  4. Auf WordPress-Seiten werden weltweit ca. 27 Blogartikel pro Sekunde veröffentlicht. (Quelle)
  5. Das sind rund 82 Millionen Blogartikel pro Monat – nur auf WordPress. (Quelle)
  6. WordPress-Seiten generieren zusammen rund 23,66 Milliarden Seitenaufrufe pro Monat. (Quelle)
  7. Im offiziellen WordPress-Verzeichnis gibt es über 60.000 kostenlose Plugins. (Quelle)
  8. Im offiziellen WordPress-Theme-Verzeichnis stehen über 4.100 Themes zur Auswahl. (Quelle)
  9. WooCommerce, das meistgenutzte WordPress-Shop-Plugin, betreibt rund ein Drittel aller Online-Shops weltweit. (Quelle)

Was viele nicht wissen

WordPress vs. WordPress. Wenn du ernsthaft bloggen willst, nimm dir eine Domain und hoste WordPress selbst. Die paar Euro ist deine Freiheit definitiv wert. Doch es gibt noch vieles andere, das du wahrscheinlich noch nicht weisst.

  1. WordPress.org (selbst gehostet, kostenlose Open-Source-Software) und WordPress.com (gehosteter Dienst von Automattic) sind zwei verschiedene Dinge. (Quelle)
  2. Bei WordPress.org hast du volle Kontrolle – du brauchst Hosting und eine Domain, kannst aber alles installieren, was du willst. (Quelle)
  3. Bei WordPress.com gibt es eine kostenlose Version, aber mit Einschränkungen – eigene Plugins sind erst ab dem Business-Plan erlaubt. (Quelle)
  4. WordPress Beiträge (Posts) = zeitgebundener Content: chronologisch sortiert, mit Kategorien und Tags, erscheinen im Blog-Feed. (Quelle)
  5. WordPress Seiten (Pages) = statischer Content: zeitlos, kein Blog-Feed, kein Datum – ideal für Impressum, Über mich, Kontakt. (Quelle)
  6. Viele sagten anfangs: „WordPress ist doch nur eine Blogsoftware.“ Trotzdem ermöglichte es wie keine andere Plattform das einfache Erstellen unterschiedlichster Webseiten. (Quelle)
  7. WordPress aktivierte das NoFollow-Attribut für Kommentare – weil Spammer massenhaft Kommentarlinks nutzten, um ihre Rankings zu pushen. (Quelle)
  8. Mit WordPress lassen sich Blogartikel vorplanen – so kann regelmäßig etwas veröffentlicht werden, ohne täglich am Rechner zu sitzen. (Quelle)
  9. WordPress-Plugins wie Yoast SEO helfen, Inhalte für Suchmaschinen und KI besser strukturiert aufzubereiten. (Quelle)
Mein Schreibtisch und natürlich ist WordPress offen.

Blogsoftware & Plattformen

Für mich ist seit 2003 (dem ersten Erscheinen von WordPress) nur noch WordPress interessant. Ich habe zwar auch mal Jommla und Drupal ausprobiert. Aber beide sind einfach nicht so intuitiv wie WordPress.

  1. Blogger.com ist Googles kostenloser Blogdienst – kostenlos, einfach, aber für ernsthafte Blogger nicht empfohlen. (Quelle)
  2. Ghost ist eine moderne Blogsoftware, die besonders für Newsletter und Paid Memberships konzipiert ist – und schneller lädt als WordPress. (Quelle)
  3. Substack ist keine klassische Blogsoftware, sondern eine Newsletter-Plattform – Substack behält 10 % der Einnahmen von bezahlten Abos. (Quelle)
  4. Wix und Squarespace sind Drag-and-Drop-Baukästen – gut für Einsteiger, aber SEO-technisch oft im Nachteil gegenüber WordPress. (Quelle)
  5. Joomla hat rund 1,5 % CMS-Marktanteil, Drupal rund 0,8 % – beide deutlich hinter WordPress. (Quelle)
  6. Medium ist eine Plattform für Autoren – aber kein eigener Blog: Inhalte gehören der Plattform, nicht dir. SEO-Aufbau auf fremdem Domain kaum möglich. (Quelle)
  7. Wer auf SEO setzt, fährt mit selbst gehostetem WordPress.org am besten: volle Kontrolle über alle technischen SEO-Faktoren. (Quelle)
  8. osCommerce war eines der frühen E-Commerce-Systeme – parallel zum Blog eingesetzt. (Quelle)

SEO-Wissen (nicht nur) für Blogger

Mein Lieblingsthema. Ohne SEO wäre ich wahrscheinlich nie zum Bloggen gekommen. War es doch anfangs nur um mehr Besucher auf meinen Online-Shop zu bekommen – und um Links zu tauschen. Heute schreibe ich, weil ich nicht anders kann. Ich habe mehr Ideen im Kopf (und in meiner Liste) wie ich irgendwann mal umsetzen kann.

  1. Backlinks signalisieren Google, dass ein Inhalt wertvoll ist – je hochwertiger der verlinkende Blog, desto besser. (Quelle)
  2. Das NoFollow-Attribut wurde ursprünglich eingeführt, um gekaufte Links zu entwerten. (Quelle)
  3. DoFollow (Standard): ein Link gibt „Linkjuice“ weiter. NoFollow: nicht. Warum manche „DoFollow“ schreiben, ist eigentlich unklar – offiziell heißt es nur „Follow“. (Quelle)
  4. „Linkgeiz“ wurde irgendwann modern – niemand wollte mehr „kostenlos“ verlinken. Laut Birgit: totaler Quatsch. (Quelle)
  5. Es gibt mehrere Dutzend bekannte Rankingfaktoren bei Google – von den unbekannten ganz zu schweigen. (Quelle)
  6. HTTPS ist heute ein Must-have, um in den Top 10 mitspielen zu können. (Quelle)
  7. Schnelle Ladezeiten sind Rankingfaktor – Google mag warten genauso wenig wie Leser. (Quelle)
  8. Ein Keyword einfach x-mal in einen Text ballern – das hat früher funktioniert, heute nicht mehr. Mehrwert ist das neue Keyword. (Quelle)
  9. Google begann irgendwann, auch Synonyme zu verstehen – Keyword-Optimierung wurde dadurch komplexer, aber auch menschlicher. (Quelle)
  10. Suchmaschinenoptimierung heißt heute: für Google UND für Leser schreiben. Was Lesern gefällt, gefällt meist auch Google (und KI). (Quelle)
  11. Thin Content – also dünner, wenig wertvoller Content – kann das Ranking des gesamten Blogs gefährden. (Quelle)
  12. „Emotionales SEO“ kombiniert Menschlichkeit mit Keywords – ein Ansatz für Blogger, die ohne trockene Technik ranken wollen. (Quelle)
  13. Interne Verlinkung gehört zu den einfachsten und wirkungsvollsten SEO-Maßnahmen – wird aber häufig unterschätzt. (Quelle)
  14. Backlinks aufbauen ist ein Marathonlauf – das kann Jahre dauern. Qualität schlägt Quantität. (Quelle)
  15. Blogartikel sollten ca. alle 6 Monate aktualisiert werden (wichtige Artikel), andere mindestens einmal im Jahr. (Quelle)
  16. Wer Fragen in seinen Artikeln klar und direkt beantwortet, erhöht die Chance, in Snippets oder KI-Antworten zu erscheinen. (Quelle)

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Keywords: die Größenunterschiede

Ich stand vor langer, langer Zeit mal sehr lange mit „Spielzeug“ auf Platz 1. War ein tolles Gefühl. Leider auch nicht mehr. Denn die Besucher, die meinen Online-Shop besucht haben, waren genauso schnell weg, wie sie da waren. Es war einfach zu unspezifisch. Deshalb mein Tipp: Nicht nur nach den großen „Fischen im Teich“ schielen. Umsatzstärker sind meist Longtail-Keywords.

  1. Longtail-Keywords bestehen aus 3 oder mehr Wörtern – sie haben weniger Konkurrenz und zielen auf sehr spezifische Suchanfragen ab. (Quelle)
  2. Midtail-Keywords (auch Medium-Tail) haben 2–3 Wörter – mittleres Suchvolumen, mittlere Konkurrenz. (Quelle)
  3. Shorttail-Keywords sind einzelne Wörter oder sehr kurze Phrasen – riesiges Suchvolumen, aber brutale Konkurrenz. (Quelle)
  4. Die Meta Description darf maximal 150 Zeichen haben – was Google davon in den Suchergebnissen zeigt, entscheidet Google selbst. (Quelle)
  5. Der SEO-Titel (Title-Tag) sollte maximal 60 Zeichen lang sein – er erscheint in der Google-Suche als Überschrift deines Eintrags. (Quelle)
Mit der Länge des Keywords sinkt zwar die Anzahl der Suchenden – dafür wissen deine Besucher aber genau, was sie suchen.

Zero-Click & KI

Ich muss zugeben, dass hatte ich nicht kommen sehen. Als Chat-GPT das erste mal im Fernsehen war, fand ich es einfach nur lustig. Dass KI einmal dazu führt, dass meine Besucherzahlen einbrechen (und ja, das sind sie) damit habe ich nicht gerechnet.

  1. Über 60 % aller Google-Suchen enden ohne einen einzigen Klick auf eine externe Website. (Quelle)
  2. Bei Suchen mit KI-Überblick (AI Overviews) sind es sogar über 80 % Zero-Click-Suchen. (Quelle)
  3. „Was ist“-Artikel verlieren durch Zero-Click-Suchen besonders viele Leser – Google beantwortet die Frage direkt oben. (Quelle)
  4. Wer in Zero-Click-Suchen auftaucht, baut Markenbekanntheit auf – auch ohne Klick. (Quelle)
  5. Leser, die trotz Zero-Click-Antwort noch klicken, sind oft besonders interessiert – gezielterer Traffic statt Massenbesucher. (Quelle)
  6. Pinterest-Pins können Besucher über Monate oder sogar Jahre bringen – unabhängig von Google-Updates. (Quelle)
  7. Die gute Nachricht: Persönliche Erfahrungsberichte, tiefe Vergleiche und eigene Meinungen kann keine KI der Welt replizieren. (Quelle)
  8. KI liebt gut strukturierten Content – Frage stellen, direkt antworten, sauber gliedern. (Quelle)
  9. 95 % der Blogger nutzen KI inzwischen zumindest gelegentlich (Stand 2025). (Quelle)
So stelle ich mir mein kleines Helferlein vor. Claudia, meine KI.

Zahlen & Statistiken – die nackten Fakten

Ich liebe Zahlen und Statistiken.

Was sagt denn klarer aus, wo bloggen gerade steht?

Weltweite Blog-Zahlen

Bloggen hat doch die KI einen großen Dämpfer bekommen. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Blog einstampfen (machen bestimmt viele) oder gerade trotzdem weiterbloggen, eben wieder anders. Persönlicher, mit mehr Expertise, mit mehr eigenen Gedanken – das wird am Ende der Gamechanger gegen die KI werden.

  1. Es gibt weltweit über 600 Millionen Blogs (Stand 2026). (Quelle)
  2. Täglich werden rund 7,5 Millionen Blogbeiträge veröffentlicht – das sind 2,7 Milliarden pro Jahr. (Quelle)
  3. 83 % der Internetnutzer lesen regelmäßig Blogs. (Quelle)
  4. Die durchschnittliche Länge eines Blogartikels liegt bei rund 1.394 Wörtern. (Quelle)
  5. Unternehmen mit Blog bekommen 55 % mehr Websitebesucher als solche ohne Blog. (Quelle)
  6. Unternehmen mit Blog generieren 67 % mehr Leads pro Monat. (Quelle)
  7. 54 % der Menschen vertrauen Inhalten auf eigenen Kanälen – gegenüber nur 32 % bei Social Media. (Quelle)

Domain & Kosten

Ich bin schon seit vielen, vielen Jahren bei meinem Webhoster*. Nein, nicht weil er der billigste ist. Sondern weil ich mich darauf verlassen kann, dass – falls ich mal wieder irgendeinen „Blödsinn“ gebaut habe – er die glühenden Kohlen aus dem Feuer holt.

  1. Eine .de-Domain kostet in der Regel zwischen 5 und 20 € pro Jahr. (Quelle)
  2. Achtung: Einführungspreise für Domains können bei unter 1 € liegen – der Verlängerungspreis ist dann oft deutlich höher. (Quelle)
  3. Hosting für einen WordPress-Blog beginnt bei ca. 3–5 € pro Monat für einfache Shared-Hosting-Pakete. (Quelle)

VG Wort

Geld verdienen, nur dadurch, dass deine Blogartikel gelesen werden? Ja, das geht. Die VG-Wort gibt es schon eine halbe Ewigkeit (seit 1958) und seit 2007 können auch Blogger ihre Beiträge dort einreichen. Allerdings ist in Zeit der KI die Chancen wirklich 1500 Aufrufe im Jahr zu haben, ziemlich heftig. Das hat auch die VG-Wort gemerkt. Ab 2027 soll ein anderes Vergütungsmodell kommen. Deshalb lass dich nicht von den Zugriffen abhalten – und melde dich dort an.

  1. Ab 1.800 Zeichen kann ein Blogartikel bei der VG Wort gemeldet werden. (Quelle)
  2. Ab 1.800 Zeichen + 1.500 Zugriffe/Jahr → VG-Wort-Ausschüttung (Stand 2024/2025). (Quelle)
  3. Ab 10.000 Zeichen reichen schon 750 Zugriffe/Jahr für die VG-Wort-Ausschüttung. (Quelle)
Auch wenn man heute pro Blogbeitrag nur noch knapp 20 € bekommt – dafür, dass man die Blogbeiträge sowieso schreibt, ist das ein schönes Geld.

Blogging-Frequenz & Länge

„Ich poste lieber auf Social-Media, da bekomme ich gleich Ressonanz“. Ja, stimmt. Aber das ist nur eine Seite der Medaillie. Denn du bekommst dort nur solange Likes, Kommentare (und vielleicht auf Käufer), solange du täglich postest. Deshalb ist ein Blog so interessant. Ich sage jetzt nicht entweder – oder …. sondern: Nutze beides. Mach ich auch.

  1. Social-Media-Posts werden nach spätestens 3 Tagen vom Algorithmus begraben – Blogposts sind noch Jahre später auffindbar. (Quelle)
  2. Optimale Bloghäufigkeit: mindestens 2–4 Mal im Monat, idealerweise 1 Mal pro Woche. (Quelle)
  3. Wer 4–5 Artikel pro Monat veröffentlicht, hat nach einem Jahr rund 50 Blogartikel – eine solide Basis. (Quelle)
  4. Optimale Artikellänge: 800–2.000 Wörter, je nach Thema – so lang wie nötig, so kurz wie möglich. (Quelle)
  5. Leuchtturmartikel (Cornerstone Content) haben 5.000 Wörter und mehr – stark für SEO und interne Verlinkung. (Quelle)

Blog-Misserfolge & Abbrüche

Ohje, hatte ich schon viele Blogs. Einige Domains dümpfeln immer noch (mittlerweile) ungenutzt bei mir rum. Ich bin da in guter Gesellschaft. Denn was einmal mit soviel Euphorie gestartet wird, versandet meist sehr schnell. Die meisten Bloggerinnen unterschätzen den Aufwand und überschätzen ihren Antrieb.

Wer bloggt, um „Geld zu verdienen“ hat meist verloren.

Bloggen ist eine Lebenseinstellung und ja, mit ihr kann man Geld verdienen. Aber weder schnell und planbar. Bloggen ist ein Abenteuer, auf das du dich einlassen musst … das Ziel ist immer noch eine sich tragende Selbständigkeit. Allerdings kann dir niemand sagen, wie lange und steinig der Weg dorthin ist. Ich selbst blogge schon seit 2002 (ode war es 2001?) und kann immer noch nicht davon leben. Zwischenzeitlich hatte ich immer wieder mal einen vierstelligen Betrag „verdient“ (vor Abzug meiner Unkosten und der Steuer)…. heute ist es um einiges weniger. Nichtsdestotrotz kann ich mir ein Leben ohne Bloggen nicht mehr vorstellen.

  1. Die meisten Blogs sterben nach maximal 5 Blogartikeln – Aufgeben ist die Regel, nicht die Ausnahme. (Quelle)
  2. 66 % aller untersuchten Blogs wurden seit mindestens 2 Monaten nicht mehr aktualisiert. (Quelle)
  3. Rund 1,09 Millionen Blogs waren sogenannte „One-Day Wonders“ – nach dem ersten Post kam nie wieder etwas. (Quelle)
  4. Der durchschnittliche aufgegebene Blog wurde genau 126 Tage lang betrieben. (Quelle)
  5. Etwa 80 % aller Blogs scheitern innerhalb der ersten 18 Monate. (Quelle)

Einnahmen & Erfolge

Ja, es gibt diese Menschen, die mit dem Bloggen reich geworden sind. Aber sie sind selten. Die meisten Blogger verdienen ihr Geld nicht mit dem Blog sondern durch ihn. Der Unterschied? Mit dem Blog verdienst du, wenn du beispielsweise Werbung darauf schaltest oder für Gastbeiträge bezahlt wirst (nicht zu empfehlen). Durch den Blog verdienst du, wenn du deine Produkte oder deine Dienstleistungen so besser verkaufst.

  1. US-amerikanische Vollzeit-Blogger verdienen im Schnitt ca. 103.446 Dollar pro Jahr (Stand 2025). (Quelle)
  2. Das Top-0,6 % der Blogger verdient über 1 Million Dollar pro Jahr. (Quelle)
  3. Rund 1 von 3 Bloggern verdient Geld mit seinem Blog. (Quelle)
  4. Die weltweite Blogging-Industrie wurde 2023 auf 2,8 Milliarden Dollar geschätzt – bis 2032 sollen es 5,3 Milliarden Dollar sein. (Quelle)
Birgit Lorz – Bloggerin und SEO-Expertin von fibb.de

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Begriffe aus der Bloggerszene

Hier nur eine kurze Auswahl der Begriffe, wenn du genauere Beschreibungen möchtest – oder andere Begriffe suchst, ich habe hier ein Glossar rund ums Bloggen geschrieben.

  1. Blogparade: Einer bloggt ein Thema vor und lädt andere ein, darüber zu schreiben – eine der ältesten Community-Aktionen der Bloggerszene. (Quelle)
  2. Blogroll: Eine Liste verlinkter „Freunds-Blogs“ in der Sidebar – früher Standard, heute selten geworden. (Quelle)
  3. Gastartikel / Gastautor: Ein Beitrag, den jemand anderes für deinen Blog schreibt – gut für Backlinks und frische Perspektiven. (Quelle)
  4. Evergreen Content: Zeitlose Inhalte, die auch Jahre nach Veröffentlichung noch Besucher bringen. (Quelle)
  5. Cornerstone Content: Dein wichtigster, umfangreichster Artikel zu einem Thema – Leuchtturm für alle anderen Artikel. (Quelle)
  6. Organischer Traffic: Besucher, die über eine Suchmaschine auf deinen Blog kommen – ohne Werbebuchung. (Quelle)
  7. Direkter Traffic: Besucher, die die URL direkt in den Browser eintippen oder ein Lesezeichen nutzen. (Quelle)
  8. Referral-Traffic: Besucher, die über einen Link auf einer anderen Website zu dir kommen. (Quelle)
  9. Newsletter-Traffic: Besucher, die über deinen Newsletter zu einem Artikel klicken. (Quelle)
  10. Onpage-SEO: Alles, was du auf deiner eigenen Seite optimieren kannst – Texte, Bilder, Überschriften, Ladezeit, interne Links. (Quelle)
  11. Offpage-SEO: Alles außerhalb deiner Seite – vor allem Backlinks von anderen Websites. (Quelle)
  12. Yoast SEO: Das meistgenutzte SEO-Plugin für WordPress – zeigt per Ampelsystem, ob ein Artikel gut optimiert ist. (Quelle)
  13. Zielgruppe: Die Menschen, für die du schreibst – je klarer du sie kennst, desto besser dein Content. (Quelle)
  14. Algorithmus: Das Regelwerk von Google, nach dem Websites bewertet und in der Suche sortiert werden. (Quelle)
  15. Interne Links: Verlinkungen zu anderen Artikeln auf dem eigenen Blog – wichtig für SEO und für die Leserführung. (Quelle)
  16. Traffic-Typen im Überblick: Organisch, Direkt, Referral, Sozial, Bezahlt, E-Mail, Affiliate – ein guter Blog hat möglichst viele Quellen gleichzeitig. (Quelle)

Erfolgsgeschichten & Blogging-Weisheiten

So einfach kann es sein. Du wirst gebucht, bevor du überhaupt ein Gespräch mit deinem neuen Kunden geführt hast. Geht nicht? Doch! Wenn dein Blog und die Beiträge darauf so überzeugend sind, dass dein neuer Kunde vorher schon weiß, dass du genau die Richtige bist.

  1. Bloggen ist ein Marathon – kein Sprint. Wer drei Wochen Vollgas gibt und dann aufhört, verschenkt alles. (Quelle)
  2. Ein Blogartikel arbeitet 24/7 – auch wenn du schläfst, im Urlaub bist oder gerade Kaffee trinkst. (Quelle)
  3. Ein gut gepflegter Blog kann Kunden überzeugen, bevor ein Verkaufsgespräch stattfindet. (Quelle)
  4. Wer regelmäßig bloggt, baut über Monate und Jahre eine Präsenz auf, die kein Social-Media-Post je leisten kann. (Quelle)
  5. Die Newsletter-Liste gehört einem selbst – unabhängig von Algorithmen und Plattformen. Das macht sie so wertvoll. (Quelle)
  6. Nischenblogs funktionieren erstaunlich gut – weil persönliche Meinungen und Erfahrungen nicht per Zero-Click-Suche abgedeckt werden können. (Quelle)
  7. Jeder CTA (Call-to-Action) im Blogartikel ist wichtig – am besten zwei pro Artikel. (Quelle)
  8. Bloggst du aus echter Erfahrung, wird dein Content einzigartig. Das schafft keine KI. (Quelle)
  9. 56 Gründe, warum du bloggen solltest – Birgit hat sie alle aufgeschrieben. Von Expertenstatus über Geld verdienen bis zum therapeutischen Effekt. (Quelle)

Meine eigenen Fakten

Meine Geschichte. Meine Fakten. Irgendwie schon komisch – mittlerweile blogge ich seit fast 25 Jahren! Ein viertel Jahrhundert! Das ist so überwältigend, selbst für mich.

  1. Ich blogge seit 2002 – damals hieß das noch nicht mal „Bloggen“ und es gab kaum echte Blogs. (Quelle)
  2. Meine allererste eigene Seite hieß mode-und-geschenkideen.de – mit Texten über Kindermode und Geschenkideen. (Quelle)
  3. Ich habe meine ersten Webseiten noch komplett von Hand in HTML geschrieben. (Quelle)
  4. Als WordPress auf den deutschen Markt kam, bin ich sofort umgestiegen. (Quelle)
  5. Um 2005/2006 hatte ich unzählige Blogs – Linktausch war der Standard, dafür brauchte man mehrere Seiten. (Quelle)
  6. Mit Linktausch und Google AdSense verdiente ich ca. 1.000 Euro im Monat. (Quelle)
  7. Ich hatte Blogs über Kinderkleidung, Hausbau, PC-Teile und sogar eine Dating-Seite. (Quelle)
  8. kleopas.de war ursprünglich ein Artikelverzeichnis – heute ist es mein Brettspiele-Blog. (Quelle)
  9. Einer meiner Blogs stand monatelang bei „Spielzeug“ auf Platz 1 bei Google. (Quelle)
  10. Ich habe bereits über 1.000 Blogartikel geschrieben. (Quelle)
  11. Ich habe mehr als 100 WordPress-Blogs erstellt. (Quelle)
  12. kleopas.de hat gerade mal 25 Blogartikel – und bekommt trotzdem 6.000–7.000 Besucher pro Monat. (Quelle)
  13. Bis 2023 habe ich fast ausschließlich SEO-Texte geschrieben – ohne persönlichen Anteil, ohne meine Meinung. (Quelle)
  14. 2023 habe ich das geändert: Ich wollte endlich schreiben, was mich wirklich bewegt – und nicht mehr „nicht-Birgit“-Artikel veröffentlichen. (Quelle)
  15. Ich arbeite seit 2001 als Online-Marketing-Managerin, Bloggerin und SEO. (Quelle)
  16. Mein Newsletter wird jede Woche von über 250 Bloggerinnen gelesen. (Quelle)
  17. Eine Kundin las meinen Blog Artikel für Artikel, bevor sie buchte – kein Verkaufsgespräch nötig, mein Blog hatte die Überzeugungsarbeit erledigt. (Quelle)
  18. Ich führe drei Blogs: fibb.de (Bloggen & SEO), kleopas.de (Brettspiele) und vom-fehberg.de (Hundezucht). (Quelle)
  19. Den Satz „Bloggen ist tot“ höre ich seit 25 Jahren – und ich blogge immer noch. (Quelle)
Bloggen verbindet – Wir hier auf dem TCS-Treffen 2026 in Horb.

Kurioses & Überraschendes

Am Ende eine kleine Sammlung von Dingen, bei denen ich nicht genau wusste, in welche Kategorie ich sie schieben soll. Das meiste fällt wohl unter „Wissen, das keiner braucht“…. trotzdem wollte ich sie dir nicht vorenthalten.

  1. Anfang 1999 gab es weltweit schätzungsweise gerade mal 23 Blogs. 2006 waren es bereits rund 50 Millionen. (Quelle)
  2. Der Permalink – also die feste URL für jeden einzelnen Blogartikel – wurde erst im März 2000 erfunden. Vorher war gezieltes Verlinken einzelner Beiträge gar nicht möglich. (Quelle)
  3. Merriam-Webster kürte „blog“ im Jahr 2004 zum Wort des Jahres. (Quelle)
  4. Dooced“ wurde zum geflügelten Wort fürs Gefeuert-werden-wegen-Bloggens – nach dem Blog „Dooce“ von Heather Armstrong (ab 2001). Sie verlor ihren Job, weil sie über ihren Arbeitgeber gebloggt hatte. (Quelle)
  5. Der Pingback wurde im September 2002 erfunden: Er hinterließ automatisch unter jedem verlinkten Blogartikel einen Kommentar – so wusste jeder Blogger sofort, wer ihn verlinkt hatte. Eine Revolution! (Quelle)
  6. Heißt es der oder das Blog? Laut Duden: beides ist richtig. Seit 2006 stehen sowohl „Blog“ als auch „bloggen“ offiziell im Duden. (Quelle)
  7. Die Blogosphäre – also die Gesamtheit aller Blogs und ihrer Vernetzung – entstand als Begriff 1999 als Scherz und wurde erst 2002 populär. (Quelle)
  8. Dass der neueste Beitrag oben steht (umgekehrt chronologische Sortierung) – Social Media hat das vom Blog abgeschaut. Der Blog hat dieses Prinzip erfunden. (Quelle)
  9. Im Gegensatz zu Twitter (280 Zeichen), Instagram (2.200) oder Facebook (63.000) hat ein Blog keine Zeichenbegrenzung. Bloggen bleibt das freieste Format im Internet. (Quelle)
  10. Schätzungsweise 99 % aller Blogs sind Ein-Personen-Projekte – Solo-Vorhaben ohne Redaktion, ohne Verlag, ohne Team. (Quelle)
  11. Die durchschnittliche Lesezeit eines Blogartikels beträgt ca. 96 Sekunden. Ein Instagram-Reel wird im Schnitt nur ca. 3 Sekunden angeschaut. (Quelle)
  12. 8 von 10 Menschen lesen nur die Überschrift eines Blogartikels – und entscheiden anhand dieser, ob sie klicken oder nicht. (Quelle)
  13. Food-Blogs sind die umsatzstärkste Blog-Nische weltweit. (Quelle)
  14. Der erste Podcast-Feed entstand technisch aus dem Blog-RSS – ein Podcast ist im Grunde ein Blog mit Audio. (Quelle)
  15. Als Google seinen RSS-Reader am 1. Juli 2013 einstellte, war das für viele Blogger ein gefühlter Todesstoß der Blogosphäre. Tausende hatten sich über Google Reader gegenseitig abonniert. (Quelle)
  16. Malala Yousafzai begann 2009 im Alter von 11 Jahren für die BBC zu bloggen – über ihr Leben unter der Taliban-Herrschaft. Später erhielt sie den Friedensnobelpreis. (Quelle)
  17. Gwyneth Paltrows Wellness-Imperium Goop (heute rund 250 Mio. $ wert) begann 2008 als schlichter Newsletter – der Blog folgte kurz danach. Der Shop kam erst vier Jahre später. Content first! (Quelle)
  18. Arianna Huffington startete 2005 die Huffington Post als Blog. Sechs Jahre später wurde sie für 315 Millionen Dollar an AOL verkauft – einer der teuersten Blog-Exits aller Zeiten. (Quelle)
  19. Chiara Ferragni gründete 2009 für 10 Dollar den Fashion-Blog „The Blonde Salad“. 2011 verdiente sie damit bereits über 1 Mio. $ im Jahr – und wurde als erste Bloggerin zur Harvard-Business-School-Case-Study. (Quelle)
  20. „Julie & Julia“ (2009) ist ein Hollywood-Film, der auf einem Koch-Blog basiert. Blogging hat also sogar schon einen Kinofilm inspiriert. (Quelle)

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