Netzwerken lernen: Schritt für Schritt zum richtigen Networking

Netzwerken lernen: Networking leicht gemacht!

Netzwerken kann man lernen! Denn in den meisten Berufen und Branchen brauchst du ein Netzwerk aus verschiedenen Personen. Denn häufig erleichtert ein gutes Netzwerk die Arbeit ungemein.

Inhalt

  1. Netzwerken lernen: Wie kann ich Netzwerken?
  2. Effektives Netzwerken lernen: So funktioniert ein Netzwerk
  3. Netzwerken lernen: Die häufigsten Fehler
  4. Die Netzwerk-Plattformen in Deutschland
  5. Video: Vitamin B – wie netzwerke ich richtig?
  6. Netzwerken lernen: 20 Tipps zum Erfolg
  7. Fazit: Professionelles Netzwerken lernen

1. Netzwerken lernen: Wie kann ich Netzwerken?

Gerade zu Zeiten des Home Office und der Möglichkeit, zu jeder Tageszeit arbeiten zu können, brechen häufig die Beziehung zu den Kollegen oder den Mitarbeitern andere Unternehmen weg. Du bearbeitest deine Aufträge, erledigst deine Todos – und bist so in deiner eigenen, kleinen Blase gefangen. Dabei kannst jeder Netzwerken lernen!

Jeder erfolgreiche Unternehmer benötigt funktionierende Netzwerke! Networking solltest du deshalb nicht „nebenher“ betreiben und als Zeitfresser ansehen. Viele Aufträge ergeben sich nur, wenn du die richtigen Personen kennst. Doch woher sollst du wissen, welche Personen die „richtigen“ sind? Außerdem führen viele Außenkontakte auch dazu, dass du viele verschiedene Sichtweisen auf Probleme und ihre Lösungsmöglichkeiten vorgelegt bekommst.

Doch Networking ist nicht nur ein Nehmen – im Gegenteil. Networking lebt von einem gegenseitigen nehmen und geben. Wer immer nur fordert, aber nichts weitergibt, hat den sinn des Netzwerkens nicht verstanden. Auch berufliches Netzwerken beginnt mit einer gewissen Emphatie.

Definition Netzwerken: Was bedeutet Networking?

Networking – auch Netzwerken oder networken – bedeutet, dass du deine Kontakte weiter ausbaust beziehungsweise pflegst.  Dabei sind die primäre Ziele des Networkings:

  • gegenseitige Hilfe
  • Wissenaustausch
  • „Vitamin B“, bespielsweise bei der Jobsuche

Das Networking funktioniert dabei nach einem einfachen Prizip. Jeder deiner Kontakte hat seinerseits Bekannte – so erweitert sich dein Netzwerk immer weiter.

Definition: Netzwerken (oder englisch: Networking) bedeutet geschäfltiche Kontakte aufzubauen und zu pflegen.

Gründe, warum du mehr netzwerken solltest

Du fragst dich, warum du überhaupt Netzwerken lernen sollst? Dafür gibt es ein paar gute Gründe:

  • Gleichgesinnte treffen
    Gerade wer – wie ich – den ganzen Tag alleine vor sich hin arbeitet, hat wenige soziale Kontakte. Diese kann ein gutes berufliches Netzwerk bieten.
  • Menschen treffen, die einen verstehen
    Ich weiß nicht, wie es dir geht, wenn ich in meinem privaten Umrkeis erzähle was ich so mache, finden das die Meisten interessant. Verstehen aber kein Wort. Das ist in einem beruflichen Netzwerk anders. Da alle aus deinem Netzwerk ein ähnliches Berufsbild haben, kannst du mit ihnen fachsimpeln.
  • Dich weiterentwickeln
    Durch den Input, den du von deinen Netzwerk bekommst, eröffnen sich ganz neue Sichtweisen und Ansatzpunkte.
  • Helfen &Hilfe bekommen
    Ein gutes Netzwerk empfiehlt sich weiter. Häufig habe ich schon eine bekannte Texterin weiterempfohlen oder den ein oder anderen Kollegen von einer neuen Stellenausschreibung erzählt. Auch neue Kunden wurde ich schon empfohlen.

2. Effektives Netzwerken lernen: So funktioniert ein Netzwerk

Ein Netzwerk von möglichst vielen, unterschiedlichen Kontakten hilft (nicht nur) im geschäfltichen Bereich, Probleme leichter zu lösen. Außerdem bekommst du durch den intensiven Austausch häufig Unterstützung oder es erschließen sich ganz neue Lösungsansätze. Ebenfalls kann ein gutes Netzwerk darüber entscheiden, ob du Neuerungen oder wichtige Informationen schnell auf dem Schreibtisch hast. Dies geschieht immer in Gegenseitigkeit. Wer versucht Netzwerke auszunutzen oder nur unwichtige Informationen weitergibt, verliert auf lange Sicht.

Ebenfalls ist ein (wenn auch berufliches) Netzwerk immer auch von gegenseitigem Wohlwollen und Wertschätzung getragen. So passiert es häufig, dass Personen aus deinem Netzwerk dich weiterempfehlen oder dir einen Tipp geben.Netzwerken aus dem Homeoffice

In vielen Branchen ist Netzwerken durch häufige Treffen schon fast vorprogramiert.

Doch wie funktioniert Netzwerken ohne Treffen und ohne Meetings?

Gerade für Anfänger ist Netzwerken lernen in Corona-Zeiten ein echtes Problem. Doch auch davor gab es viele Berufsgruppen, die häufig im Homeoffice arbeiten. So wie auch ich. Als Blogbetreiber, Seo und Redakteur arbeite ich alleine in meinem 10 Quartatmeter-Büro. Ohne jeglichen Kontakt nach draußen. Ohne Kollegen – ohne Treffen – und doch mit einem immer größer werdenen Netzwerk.

Manche können Netzwerken ohne groß darüber nachzudenken – andere müssen es erst lernen. Doch das gute am Networking ist, dass es gar nicht so schwer ist, wie du vielleicht gerade glaubst:

  • Plane täglich ein paar Minuten fürs Networking ein
  • sei verlässlich!
  • versuche zu helfen!
  • melde dich in passenden Gruppen an und schreibe dort auch, wenn du etwas zum Thema zu sagen hast

Vor 20 Jahren war Networking per WWW noch etwas komplizierter als heute. Doch heute kannst du mit ein wenig täglicher Arbeit und etwas Emphatie wirklich ein großes und funktionierendes Netzwerk aufbauen. Dabei solltest du dich jedoch an ein paar (einfache und verständliche) Regeln halten.

9 Regeln zum richtigen Networking

Ein erfolgreicher Netzwerker zu werden, ist nicht kompliziert und auch nicht kostspielig. Jeder kann das lernen! Das Einzige was du definitiv brauchst ist Zeit und die richtige Strategie. Diese Regeln sollen dir auf dem Weg zum passenden Netzwerk helfen.

Wer bist du und was kannst du?

Zu allererst musst du deinen eigenen Networking-Typ definieren:

  1. Was bietest du?
  2. Was brauchst du?
  3. Wie schnell schaffst du es mit anderen in Kontakt zu treten?
  4. Wie schwer tust du dir dabei, jemanden persönlich anzusprechen

Handele deiner Art entsprechend

Wenn ich dir nun sage, du sollst auf der Straße jeden zweiten ansprechen, was geht dir im Kopf herum? Manchen mag das recht einfach gelingen, andere bekämen keinen Ton heraus. Mir wäre wahrscheinlich schlecht vor Angst. Deshalb bringt es nichts, dir eine Networking-Strategie überzustülpen. Beim Netzwerken lernen, musst du dich möglichst nah an das halten, was dir deine Art und dein Können dir sagen:

  1. Kannst du Leute auf Kongressen einfach ansprechen?
  2. Dann tu das! Wenn nicht, lass es oder mach es nur wenn es wirklich super passt.
  3. Dir fällt es leicht, dich in Social Media Gruppen zu engagieren?
    Das ist eine gute Art, auch die aufmerksam zu machen. Ich habe schon einige Bekanntschaften über solche Gruppen geschloßen.
  4. Du brauchst länger um „warm“ zu werden?
    Damit machst du dir es anfangs zwar etwas schwer. Bleib einfach dran.
  5. Versuch dich nicht zu verbiegen!
    Das mag zwar am Anfang ein paar Erfolge bringen – doch früher oder später merkt es jeder, dass du ganz anders bist.

Qualität vor Quanität

Es gibt viele Facebook-Nutzer, die haben bei Facebook über 1000 oder gar über 10000 „Freunde“. Ersteinmal schaut das super aus – und auch wenn diese Nutzer höchstwahrscheinlich ein funktionierendes Netzwerk haben, werden sie kaum mit allen ihren „Freunden“ wirklich netzwerken.

Deshalb ist gerade am Anfang weniger mehr. Konzentriere dich auf mögliche Kontakte, die zu dir passen. Sie sollten dir einen gewissen Mehrwert bieten – wie du auch bei Ihnen helfend unterstützen kannst. Ein guter Kontakt entwickelt sich häufig über Jahre. Ich selbst habe einige Geschäftsfreunde, bei denen ich jederzeit anklopfen kann, wenn ich Hilfe benötige – und sie können diese genauso bei mir machen.

Einige kenne ich schon seit fast 20 Jahren, andere haben sich innerhalb der letzten Jahre herauskristallisiert. Mein (engeres) Netzwerk besteht aus vielen, verschiedenen Menschen. Allesamt haben sie aber eins gemeinsam: Unsere Arbeitsfelder überschneiden sich an irgendeinem Punkt.

Plane dein Netzwerk

Gerade am Anfang ist es schwer, passende Kontakt von eher unpassenden zu unterscheiden. Auch wirst du bei einem bereits erfolgenreichen Netzwerker eher einen schweren Stand haben. Deshalb solltest du auf die Suche nach Gleichgesinnten gehen. Dies ist in verschiedenen Gruppen meist recht einfach. Dort kannst du recht schnell erkennen, wer (eher) Anfänger ist – und wer schon ein alter Hase.

Schau dir die Anfänger an, desto mehr Schnittpunkte du zu deinem Lebenslauf findest, desto besser.

Kontakte ansprechen / anschreiben

Hast du einen Kontakt gefunden, der dir sympatisch ist und der einige Schnittpunkte aufweist, sprich ihn an. Solltest du zu schüchtern dazu sein, empfehle ich dir, die ersten Kontakte für soziale Netzwerke aufzubauen. Da brauchst du nur zu tippen – und siehst die Reaktion des Gegenübers nicht live. Schreib etwas nettes. Wie toll du den Beitrag von ihm in der Gruppe gefunden hast und dass du deshalb auf sein Profil gegangen bist. Da hast du festgestellt, dass ihr in den Punkten X und Y übereinstimmt…. Es ist fast egal was du genau schreibst. Wichtig dabei ist, dass du ehrlich bist und Gemeinsamkeiten findest.

Kontakt ausweiten

Je nachdem, wie du deinen Kontakt gefunden hast, solltest du dich nach ein paar Tagen nochmal bei ihm melden. War es auf einer Messe, rufst du ihn einfach noch einmal an. In sozialen Netzwerken kannst du eine Nachricht verfassen. Vielleicht ist dir noch eine Idee zum Gespräch eingefallen oder du hast noch eine Frage. Das ist ein guter Aufhänger. Auf alle Fälle musst du deine Zusagen auch einhalten!

  • Egal wie lange du den Kontakt schon kennst (aber gerade am Anfang ist es meist der Todesstoß), wenn ich etwas zusage, liefere ich auch. Da ist es egal ob es der Anruf in zwei Tagen ist oder das Angebot nächste Woche. Sollte es einmal nicht funktioneren, sag ich frühestmöglich ab.
  • Bleib immer positiv!
    Manches mag nicht gleich funktionieren und der ein oder andere Kontakt mag dann doch nicht passen. Trotzdem solltest du weiterhin suchen. Egal was du tust, sei empathisch und positiv. Lobe viel und bedanke dich für ihre Hilfe! Helfe ihnen genauso gern!
  • Meide Intriganten!
    Menschen die ihre Zeit damit verbringen darüber zu schimpfen das andere erfolgreicher sind oder gar noch böse Gerüchte in die Welt setzen, breche ich sofort ab.
  • Versuche eine Win-Win-Situation herzustellen

Kontakte pflegen & weitere suchen

Dein Netzwerk auszubauen solltest du dir als Aufgabe vornehmen. Am besten funktioniert das, wenn du dir fürs Networking einen wöchentlichen Termin setzt. In dieser Zeit pflegst du deine bestehenden Kontakten und gehst auf die Suche nach weiteren, passenden Personen.

Langfristig denken

Ein wirklich gewinnbringendes und bereicherendes Netzwerk bekommst du nicht innerhalb von wenigen Wochen. Es ist im Endeffekt wie im Privatleben: Einem kurzen Flirt bringst du nicht dasselbe Vertrauen entgegen wie deinem langjährigen Partner.

Netzwerken ist kein Sprint!

Jede Woche eine oder zwei Stunden in dein Netzwerk zu stecken ist vernünftig und meist auch machbar. Wenn du anfangs tagelang netzwerkst und nach ein paar Wochen merkst, dass dir deine restliche Arbeit gerade über den Kopf wächst, hilft das keinem. Lieber wenig, aber dauerhaft Zeit in die Kontaktpflege stecken.

Video: Netzwerken lernen – Tipps zum Aufbau eines starken Netzwerks

3. Netzwerken lernen: Die häufigsten Fehler

Auch wenn Networking schon fast nebenbei geschieht, kannst du doch ein paar gravierende Fehler begehen. Die häufigsten Fehler beim Networking sind:

Du bist zu sehr auf die konzentriert

Meist gehen wir auf die Suche nach jemanden, der uns helfen soll. Doch Networking ist ein Geben und Nehmen. Wenn du immer nur nimmst oder immer nur von deinen Problemen oder Erfolgen redest, vergraulst du die Meisten. Diese Punkte solltest du auf alle Fälle beherzigen:

  • lass deinen Gesprächspartner mehr reden
    Viele Menschen fanden ein Gespräch angenehm, in dem sie die Hauptzeit geredet haben. Deshalb frag ruhig nochmal genauer nach und höre genau zu.
  • merke dir Daten, Fakten und vorallem den Namen deines Gegenübers
    Wenn du beim nächsten Gespräch nochmal alle Fakten genannt haben willst, merkt dein Gesprächspartner schnell, dass du beim letzten Gespräch wohl nicht zugehört hast. Noch schlimmer ist es, den Namen zu vergessen. Die meisten Menschen nehmen das persönlich.
  • denk mit
    Dein Kontakt erzählt dir ein Problem, dann stell möglichst (logische) Fragen. Vielleicht fältt dir schon ein Lösungsansatz ein. Selbst wenn dein Kontakt diesen bereits selbst hatte, zeigst du ihm, dass du überlegst.

Selbst nicht aktiv werden

Wenn du immer darauf wartest, dass dich andere ansprechen, wird dein Netzwerk in den Kinderschuhen stecken bleiben. Netzwerken muss jeder selber! Nur dann funktioniert es auch.

Netzwerken immer verschieben

Ja, du weißt, dass ein funktionierendes berufliches Netzwerk von Vorteil ist – doch du hast keine Zeit dafür? Dabei brauchst du fürs Networking nicht viel Zeit. Wichtiger dabei ist, regelmäßig ein paar Minuten hineinzustecken. Denn ein gutes, funktionierendes Netzwerk erspart die im Endeffekt mehr Zeit, als es dich kostet.

Nörgeln und Negatives

Klar, jeder hat einmal einen schlechten Tag oder ein böses Erlebnis. Aber dieses hat (gerade am Anfang) nichts bei deinem Geschäftskontakt zu suchen. Wenn du zu der Gruppe von Menschen gehörst, deren Glas halb leer ist, solltest du diese Einstellung lieber ändern. Kein Mensch mag auf längere Zeit mit nörgelnden Menschen zusammensein.

Besserwisserei

Mein Sohn hat ein T-Shirt, darauf steht „Ich bin kein Besserwisser – ich weiß wirklich alles besser“. Egal, wie das bei dir ausschaut. Selbst wenn du wirklich alles besser weisst, musst du nicht immer (ungefragt) deinen Senf dazugeben. Selbstverständlich wollen wir Netzwerken lernen, um einander zu helfen. Doch Besserwisserei hat nichts mit helfen zu tun. Bevor du also ungefragt deine Weisheiten von dir gibst, frag vorher nach, ob diese erwünscht sind: „Ich hätte da eine Idee, willst du sie hören?“

Alle, die bei drei nicht auf den Bäumen sind, ansprechen

Hier möchte ich Netzwerken nochmals mit unserem Privatleben vergleichen. Du sprichst doch auch nicht jeden auf der Straße an und fragst ihn nach seiner Telefonnummer. Genauso wenig solltest du jedem deine Visitenkarte in die Hand drücken. Wir sind hier nicht beim Speeddating! Such dir lieber ein paar einzelne, interessante Kontakte aus und versuch mit diesen einen dauerhaften Austausch zu finden.

Personen ohne Mehrwert ansprechen

Dies ist jetzt nicht böse gemeint. Doch was nützt mir und der Person der netteste Kontakt, wenn wir so gar nichts gemeinsam haben? Klar, kann ich vielleicht irgendwann mal einen Improvisionkünstler brauchen – aber wie häufig wohl? Dein berufliches Netzwerk sollte (anders als das private), dir und deinem Gegenüber einen beruflichen Mehrwert bringen. Mein Netzwerk besteht aus Redakteuren, Seos und anderen im Netz arbeitenden Berufsgruppen.  Alles andere ist sinnfrei – und vergeudet nur eure Zeit.

Zu spät Netzwerken

Wenn du versuchst unter Druck ein Netzwerk aufzubauen, wird das nicht funktionieren! Jeder Kontakt merkt das sofort! Frei nach dem Motto „Spare in der Zeit, so hast du in der Not“ ist es auch beim Netzwerken. Ein Netzwerk lebt vom Geben und Nehmen. Wenn du vorab häufig dem ein oder anderen bei ihren Problemen geholfen hast, werden diese Menschen auch für dich alles tun. Versuchst du jetzt aber – in der Not – schnell an einen passenden Kontakt zu kommen, der dir helfen MUSS, ist das Gleichgewicht des Networkings gestört. Dein Gegenüber wird meist irritiert abbrechen.

4. Die Netzwerk-Plattformen in Deutschland

Es gibt einige Netzwerk-Plattformen, die du zum Networking nutzen kannst. Eine Übersicht verschiedener Sozialen Netzwerke habe ich hier zusammengefasst.

Sozialen Netzwerke Netzwerk-Art Vorteil Nachteil
Facebook privates Netzwerk größtes Netzwerk vermischt privat mit beruflich
Flickr Bildernetzwerk Bilder können über flickr gehostet werden kaum für Unternehmen nutzbar
Jappy privates Netzwerk #WERT!
Instagram Bildernetzwerk für Lifestyle-Inhalte ideal bringt kaum Traffic auf die eigene Seite
LinkedIn Karrierenetzwerk international ohne (gute) Englischkenntnisse schwer nutzbar
Pinterest Bildernetzwerk hohe Conversion-Rate nur für Bilder oder Videos
Reddit Blogging
Snapchat hier wird die Zielgruppe U18 angesprochen riesiger Hype – kaum abzusehen, wo Snapchat in einem Jahr steht
TikTok für Azubi-Suche ideal kaum weitere Anwendungsmöglichkeiten
Tumblr Blogging für weniger wortlastige Blogs ideal weniger für Unternehmen nutzbar
Twitter schnell zu bedienen für Deutschland weniger interessant
Vimeo Videoplattform bessere Qualität als bei YouTube weniger Besucher als bei YouTube
VK.com privates Netzwerk für Kontakte nach Osteuropa genial ohne Russischkenntnisse kaum nutzbar
XING Karrierenetzwerk proffessionelle Basis Premiummitgliedschaft ist fast Pflicht
YouTube Videoplattform bekommt fast automatisch Besucher auf die Videos ein Video-Kanal will gepflegt werden
Netzwerken lernen in den Sozialen Netzwerken: Das Internet erleichtert das Netzwerken ungemein.
Netzwerken lernen in den Sozialen Netzwerken: Das Internet erleichtert das Netzwerken ungemein.

Die wichtigsten Netzwerk-Plattformen

Einige der oben genannten Sozialen Netzwerke sind für Selbstständige und Unternehmer kaum nutzbar. Die wichtigsten Sozialen Netzwerke für Unternehmen habe ich nochmal ausführlicher betrachtet:

  • Facebook
    Auch wenn Facebook von der Konzeption her eher ein privates Netzwerk ist, läuft mittlerweile auch viel unternehmerisches Netzwerken darüber. Fast jedes Unternehmen hat bei Facebook eine Seite über die Kunden mit dem Unternehmen kommunizieren können. Ebenfalls finden gerade Selbstständige die Internetdienstleistungen anbieten bei Facebook gut Kunden. Um miteinander in Kontakt zu bleiben bietet sich der Facebook Messenger an. Somit ist Facebook ein gutes Instrument um Kunden zu gewinnen, zu binden – und mit seinen Kontakten einfach in Verbindung zu bleiben.
  • LinkedIn
    LinkedIn ist für alle beruflichen Kontakte im internationalen Raum interessant. Du kannst neue Kontakte finden oder bestehende ausbauen. Dazu ist es von Vorteil möglichst gut auf Englisch kommunizieren zu können. Dann ist dieses Karrierenetzwerk mehr als interessant.
  • Pinterest
    Pinterest ist für alle Unternehmen interessant, deren Zielgruppe hauptsächlich aus Frauen besteht. Auf Pinterest werden Bilder oder (kurze) Videos gesammelt. Dazu benötigst du Bilder, die auf Anhieb begeistern. Dies gelingt beispielsweise bei Kosmetikprodukten oder anderen Lifestyle-Inhalten besonders gut. Durch die Verbindung der Bilder mit der eigenen Webseite oder dem eigenen Shop, kannst du bei Pinterest mit gut gemachten (!) Bildern eine hohe Conversion-Rate erreichen.
  • Xing
    Das Karrierenetzwerk in Deutschland! Bei Xing bist du an der richtigen Adresse, wenn es um berufliches Networking geht. In den verschiedenen Gruppen findest man relativ leicht Gleichgesinnte. Xing erleichtert das berufliche Networking ungemein. Leider hat das auch seinen Preis. Zwar kannst du dich kostenlos bei Xing anmelden – die interessanteren Features kannst du jedoch nur mit der Premiummitgliedschaft in Anspruch nehmen. Dieses Geld rentiert sich – wenn du richtig Netzwerken willst – auf alle Fälle.
  • YouTube
    Auch wenn YouTube weniger ein Soziales Netzwerk als eine Videoplattform ist, kannst du darüber gut Kunden ansprechen und Kontakte anbahnen. Es ist allerdings anstrengender und weniger zielführend. Trotzdem solltest du YouTube nicht ganz von deiner Networking-Liste streichen.

5. Video: Vitamin B – wie netzwerke ich richtig?

6. Netzwerken lernen: 20 Tipps zum Erfolg

Netzwerken liegt nicht jedem. Viele fühlen sich unbehaglich dabei, andere Menschen einfach so anzusprechen. Dabei ist Networking im Beruf ein wichtiger Bestandteil. Ohne die richtigen Personen zu kennen, ohne das Grämmchen „Vitamin B“ tust du dir viel schwerer voranzukommen. Netzwerken lernen geht – zum Teil – heutzutage auch über die Sozialen Netzwerke, aber Kontakte, die du persönlich kennst, sind meist von größerem Bestand. Darum ist Networking vor allem Face-to-Face erfolgreich. Deshalb meine 20 Tipps zum Netzwerken lernen.

Such dir passende berufliche Events in deiner Nähe

Es gibt in jeder größeren Stadt verschiedenste Veranstaltungen. Manche sind „einfach“ Networking-Abenden, in denen sich gleichgesinnte einfach näher kennenlernen. Bei anderen Veranstaltungen gibt es einen Kurs oder Weiterbildung vorne weg. Bei solchen Weiterbildungen ist es wichtig, NICHT nach dem officiellen Teil zu verschwinden. In den Pausen kannst du schon einmal die Fühler ausstrecken und schauen, welcher Teilnehmer passen würde. Diesen versuchst du dann nach dem Kurs näher kennenzulernen.

Bereite dich vor

Bei jedem Netzwerktreffen wirst du neue Gesichter kennenlernen, auf diese zuzugehen und mit etwas Smalltalk anzufangen, ist nicht immer leicht. Doch du kannst dir ein paar Fragen vorbereiten, die zu den meisten Personengruppen passen:

  • Was machen Sie beruflich?
    Mit dieser Frage klopfst du gleichzeitig schon ab, ob ihr einen gemeinsammen Nenner habt. Selbstverständlich sind auch andere Tätigkeitsfelder für dein Netzwerk interessant. Einfacher geht es aber mit ähnlichen.
  • Wie fanden Sie den Kurs / der Vortrag / die Ansprache?
    Höre genau zu, was dein Gegenüber sagt – und pflichte ihm bei, wenn du derselben Meinung bist. Bist du anderer Meinung, relativiere. „Ah interessant, so hab ich das gar nicht gesehen. Mir fiel dabei eher auf…“
  • Den Ansatz, den Sie vorhin gebracht haben, fand ich interessant.
    Dazu muss dein Gesprächspartner vorher natürlich etwas passendes gesagt haben. Diesen Ansatz nennst du dann nochmals – und könnt dann darüber diskutieren. Gut bei dieser Ansprach ist, dass du dir vorab schon ein paar Diskusionspunkte überlegen kannst.

Regelmäßiges Erscheinen ist Pflicht

Du warst bei drei verschiedenen beruflichen Events und hast keinen passenden Kontakt gefunden? Das ist kein Wunder. Netzwerken ist ein Marathon – und kein Sprint! Nehme regelmäßig an den Treffen teil und versuche dabei ab und an einen interessanten Beitrag zu bringen. So lernst du die Teilnehmer besser kennen – und bleibst ihnen in (guter) Erinnerung.

Bei einmaligen Veranstaltungen kannst du versuchen Konakte zu knüpfen

  • Nutze die Pausen
    In den Pausen – und beim lockeren Zusammensein nach dem Kurs – solltest du die Zeit nutzen. Zwanglose Gespräche über den Kurs sind ein guter Einstieg.
  • Halte Blickkontakt
    Gerade wenn du mit einer anderen Person redest, schau ihm in die Augen! Es gibt nichts schlimmeres als Gesprächspartner, die in der Weltgeschichte herumschauen. Dabei solltest du einen interessierten und freundlichen Gesichtsausdruck behalten.
  • denk an deine Körpersprache
    Vorlehnen, nicken oder lächeln kommt bei deinem Gegenüber gut an. Sobald du dich zurücklehnst, die Arme verschränkst oder gar die Augen verdrehst, wird das negativ aufgenommen. Versuche positive Aktionen zu verstärken.
  • Gesprächspartner spiegeln
    Häufig macht man es unbewußt. Menschen, die einem sympatisch sind, spiegelt man. Das bedeutet, dass du die Bewegungen oder die Sitzhaltung deines Gesprächspartner immitierst – als würde er in einen Spiegel blicken. Diese Methode kannst du natürlich auch absichtlich anwenden, dabei solltest du aber nicht übertreiben.

Gleichgesinnte suchen

Networking funktioniert am besten, wenn du Kontakte mit gleichen Interessen oder Ansichten um dich scharst. Anfangs bemerkst du das sehr schnell wenn dir jemand sympatisch ist. Im Laufe des Gesprächs solltest du schauen, ob ihr ein paar Schnittpunkte habt. Das muss nicht derselbe Beruf sein – aber ein ähnlicher hilft beim späteren Netzwerken ungeheim.

Helfe dem Gegenüber weiter

Das kann schon mit einem „Kann ich Ihnen etwas zu trinken holen“ anfangen und im späteren Verlauf darin münden, dass du ihm einen Kontakt zu einer passenden Person herstellen kannst. Dabei hilfst du nicht nur deinem neuen Kontakt – sondern auch der passenden Person (deinem „alten“ Kontakt).

Halte Zusagen ein

„Ich rufe morgen an“ – „Bis Montag haben Sie die Telefonnummer“ … oder andere Versprechen gehen schnell über die Lippen. Wenn du diese Zusagen nun vergisst oder erst nach 2 Wochen einlöst, wird dein Gegenüber dir vorerst nicht mehr trauen.

Mach dir Notizen

Gerade am frühen Abend glaubt man noch, sich alle Zusagen merken zu können. Kannst du nicht! Wenn du einen erfolgreichen Netzwerker-Abend hinter dir hast, hast du wahrscheinlich eine große Anzahl von Visitenkarten in deiner Tasche stecken. Doch wer war nochmal wer? Wer war die Nervensäge, der ich bestimmt nicht nochmal so schnell über den Weg laufen will? Und wer war nochmal der nette Mensch, dem ich meinen Kollegen weiterempfehlen wollte?

Dieses Problem löst du im Nachhinein meist nicht mehr. Du sitzt vor 20 oder mehr Visitenkarten und versucht zu überlegen, wer dir welchen Namen oder welchen Wohnort genannt hat.

Einfacher ist es zu lösen, wenn du dir vorab vornimmst, deine Visitenkarten zu trennen: Die Nervensägen in die eine Tasche – die Kontakte, die du nochmal kontaktieren magst, in eine andere. Diese Visitenkarten solltest du möglichst zeitnah mit zwei oder drei kurzen Notizen versehen. So hast du am nächsten Tag noch einen Überblick, welchem Kontakt du was versprochen hast – und welche Visitenkarten du getrost entsorgen kannst.

Visitenkarten nutzen

Die Kontakte musst du schnellstmöglich vertiefen! Wenn du erst nach 4 Wochen anrufst, erinnert sich dein Gegenüber wohl kaum mehr an dich. Falls doch lässt diese lange Zeit wohl auch auf wenig Interesse schließen. Zwei, spätestens drei Tage nach dem Treffen solltest du die Erinnerung auffrischen. Eine nette Mail, ein kurzes Telefonat – es ist fast egal wie, Hauptsache positiv und mit einer Idee, wie man die mögliche Zusammenarbeit vorwärtsbringen könnte.

7. Fazit: Professionelles Netzwerken lernen

Professionelles Netzwerken braucht Geduld und einen Plan. Networking lebt vom gegenseitigen Geben und Nehmen. Dabei solltest du keinesfalls mehr Fordern als Geben. Auch wenn du in Sozialen Netzwerken Kontakte knüpfen und pflegen kannst, ist ein persönliches Kennenlernen auf alle Fälle hilfreich.

Über Birgit Lorz

Birgit Lorz (geboren 1969), Mutter von 4 Kindern, ist seit 2001 als Online Marketing Manager im WWW unterwegs. Durch Ihren Werdegang liegen ihr gerade Themen rund um Seo, Selbstständigkeit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf am Herzen.

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