10 Steuertipps für Kleinunternehmer & Freiberufler

Steuertipps Kleinunternehmer

Steuertipps für Kleinunternehmer & Freiberufler: Um möglichst viele Steuern zu sparen, brauchen Selbständige, Kleinunternehmer und Freiberufler nur ein paar Steuertipps beachten.

Inhalt

  1. Was tun, wenn ich die Belege verloren oder verlegt habe?
  2. Investitionsabzugsbetrag geltend machen
  3. Steuertipps für Gründer
  4. Gewerbe, Hobby oder Lieberhaberei?
  5. Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG
  6. Home Office: Was kann ich alles absetzen?
  7. Bewirtungen absetzen: Tipps rund um die Bewirtungskosten
  8. Abschreibung: Geringwertige Wirtschaftsgüter
  9. Gewerbesteuer umgehen: Wie werde ich Freiberufler?
  10. Sei ehrlich und geduldig 🙂

Nachdem ich dir schon Tipps gegeben hat, was du von zuhause aus arbeiten kannst und dir auch schon gezeigt habe, wie du durchhälst, möchte ich mich heute darum kümmern, dass so viel als möglich von deinen Einnahmen auch bei dir bleiben.

Ich habe hier einmal 10 Steuertipps auf anderen Blogs gesucht, alle rund um das Thema „Wie können Selbständige Steuern sparen“.

Natürlich gibt es neben der Steuer noch andere Abgaben – die Krankenversicherung, die IHK bzw. die HWK und andere mehr wollen etwas vom Kuchen abhaben. Doch meist lässt sich bei diesen Beträgen nichts (oder nur im Centbereich) ändern.

Steuern sparen ist kein Hexenwerk!

Geld sparen durch (legale) Steuertipps ist meist gar nicht so schwer. Du musst nur wissen, was alles geht – und was alles legal ist.

10 Steuertipps für Kleinunternehmer & Freiberufler

Nachdem ich hier aber keine Steuerfachfrau bin – und somit nur aus meinen Erfahrungen plaudern könnte, habe ich dir hier eine Liste mit echt guten Tipps rund um die Steuer für Selbständige, Kleinunternehmer und Freiberufler zusammengestellt:

1. Was tun, wenn ich die Belege verloren oder verlegt habe?

Da wir alle nur Menschen sind, passiert das wohl jeden einmal: Der Beleg für die Briefe ist weg oder der Kassenbon für die soeben eingekaufen Büroartikel hat man im Laden liegengelassen. Was nun? Kann man diese Betriebsausgaben trotzdem noch irgendwie geltend machen?Hier finde ich die Idee von Selbständig-im-Netz genial: einfach einen Eigenbeleg ausstellen – wie das genau geht, was du dabei beachten solltest – findest du hier. 🙂 Allerdings sollten Freiberufler oder Selbständige solche Eigenbelege nicht zu häufig ausstellen, denn bei zuvielen solcher Belege wird das Finanzamt sehr schnell hellhörig.

2. Investitionsabzugsbetrag geltend machen

Diesen Tipp (und noch 14 andere zu Thema Steuersparen als Selbständiger bzw. Freiberufler) habe ich im Ratgeber von Frank Schneider gefunden. Es funktioniert ungefähr so: Wenn du planst, die nächsten 3 Jahre eine größere Anschaffung zu tätigen, kannst du heute schon einen Teil davon absetzen. Wie das genau funktionert – findest du unter obenstehenden Link. So schmälert man seinen Gewinn von diesem Jahr mit Ausgaben von den nächsten Jahren – interessanter Ansatz. 🙂

3. Steuertipps für Gründer

Gerade bei der Gründung eines Unternehmens kannst du wirklich viel Geld sparen – auch viele Steuern. So beschäftigt sich der Artikel von „für Gründer“ genau mit diesem Thema: Worauf Gründer bei der Steuerklärung achten müssen. Was kann man denn alles genau absetzen und was bedeutet die Kleinunternehmerregelung für mich? – sind zum Beispiel zwei der Fragen, die dort geklärt werden. Dieses Wissen ist aber auch für bereits Selbständige interessant, denn manche Idee kann man auch später noch umsetzen.

4. Gewerbe, Hobby oder Lieberhaberei?

Wenn du gerade überlegst, dir ein Gewerbe anzumelden – weil du mit deinen selbstgestrickten Socken ein paar Euro nebenher verdienst – oder weil deine Webseite langsam ins Plus kommt, solltest du dir diesen Tipp hier wirklich einmal durchlesen: Denn solange du nicht wirklich in Gewinnerzielungsabsicht handelst kann es sich manchmal um eine Lieberhaberei handeln. Das ist gerade so, wenn abzusehen ist, dass die Verluste auf Dauer die Gewinne bei weitem übersteigen. Also wenn du mehr Geld für die Wolle ausgibst, als du am Ende wirklich einnimmst. 😉 Allerdings kann es sein, dass das Finanzamt das anders sieht – und du Anfangs doch eine Steuererklärung für dein „Unternehmen“ abgeben musst. Naja, solange du Verlust machst, spricht da ja nichts dagegen.

5. Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG

Wann ist eine Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG möglich? Ist diese Kleinunternehmerregelung überhaupt sinnvoll? Was musst du dabei genau beachten? Genau deine Fragen – dann gehts hier weiter. Diese Kleinunternehmerregelung ist wohl nur in Bezug auf die Umsatzsteuer interessant. Wer keine Umsatzsteuer auf seinen Rechnungen ausweisen muss, ist (zumindest für Privatkunden) günstiger. Sind deine Kunden selbst ebenfalls Unternehmer, ist das einzige Plus bei der Kleinunternehmerregelung, dass du keine Umsatzsteuervoranmeldung machen musst – und auch keine Abrechnung am Ende des Jahres. Aber gerade am Anfang einer Selbständigkeit kann man hier einiges an Geld ausbezahlt bekommen.

 

6. Home Office: Was kann ich alles absetzen?

Wenn du im Home Office arbeitest kannst du anteilig absetzen: Miete oder Gebäude-Abschreibung, Schuldzinsen für Kredite (für die Anschaffung oder die Reperatur), Kosten für Energie und Reinigung, Grundsteuer, ect. – alles natürlich nur anteilig. Also je nachdem, wie groß dein Büro im Vergleich zur kompletten Quadratmeterzahl ist. Gut erklärt hat auch das Selbständig-im-Netz.

7. Bewirtungen absetzen: Tipps rund um die Bewirtungskosten

Bewirtungskosten kann man absetzen, wenn man Geschäftspartner oder seine Arbeitnehmer bewirtet hat. Allerdings kann man nicht immer die vollen Bewirtungskosten abziehen – und es gibt bestimmte Grenzen pro Person und pro Jahr. Nachtlokale kann man komplett von der Liste streichen – und die Rechnung muss speziellen Anforderungen entsprechen, ziemlich kompliziert – aber es kann sich lohnen, deshalb gibt es auf steuern.de die genauen Infos darüber.

8. Abschreibung: Geringwertige Wirtschaftsgüter

Seit 2010 darf man wieder GWG bis zu 410 € sofort abschreiben, wie das funktioniert – und was man beachten sollte auf haufe.de.

Abschreibung: linear oder degressiv

Einen Gegenstand linear oder degressiv abschreiben – das ist hier die Frage der Fragen. Vorteile – aber auch Nachteile – bieten beide Abschreibungsmethoden. Auf aus-der-aktentasche.de wird als Vorteil der degressiven Abschreibung vorallem die 25 % Abschreibung im ersten Jahr genannt.PS. Wer noch mehr Tipps rund um die Steuer als Selbständiger braucht. Auf der Webseite werden noch mehr interessante Artikel genannt.

 

9. Gewerbesteuer umgehen: Wie werde ich Freiberufler?

Im Freiberufler-Blog ist eine Liste, welche Beruf den normalerweise als Freiberufler durchgehen – und dann als Teil 3 des Tipps wie man eventuell doch noch als Freiberufler zählen kann. Interessante Sache – gerade wenn man so kurz vor der Gewerbesteuer steht. 😉

10. Sei ehrlich und geduldig 🙂

Jetzt kommt mein Zusatztipp zum Thema Steuersparen: Bei all deinen Bemühungen, Geld zu sparen – und den ein oder anderen Euro vom Finanzamt zurückzubekommen, überlege dir genau ob es die paar Euro wert sind, dann nicht mehr ruhig schlafen zu können.Wer gut verdient sollte auch etwas der Gemeinschaft abgeben – und nicht versuchen, jeden Cent für sich zu behalten. Immerhin sind wir ein Sozialstaat. Sorry, das war jetzt kurz vorm „Wort zum Sonntag“ – musste aber einmal sein. 🙂

 

PS. Der Artikel stammt aus dem Jahr 2015. Anfang 2020 habe ich ihn überarbeitet, leider sind im Laufe der Zeit ein paar Tipps nicht mehr online gewesen. Ich habe sie durch aktuelle Steuertipps für Kleinunternehmer und Freiberufler ersetzt.

Über Birgit Lorz

Birgit Lorz (geboren 1969), Mutter von 4 Kindern, ist seit 2001 als Online Marketing Manager im WWW unterwegs. Durch Ihren Werdegang liegen ihr gerade Themen rund um Seo, Selbstständigkeit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf am Herzen.

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