
Gerade als Anfänger kann es ganz schön überwältigend sein: Überall lauern Tools, Plugins, Themes und Erweiterungen, die angeblich unbedingt nötig sind, um erfolgreich zu bloggen. Mir ging es genauso! Anfangs dachte ich: „Wenn ich nicht alles sofort beherrsche, hole ich das eben mit Technik nach.“ Ergebnis? Mehr Verwirrung als Fortschritt.
Genau deshalb habe ich diesen Blogartikel geschrieben. Ich will dir zeigen: Du musst nicht alles auf einmal wissen – und du musst schon gar nicht jeden fancy Technik-Trick sofort einsetzen. Dein Wissen, dein Blog – und deine Toolbar dürfen Schritt für Schritt wachsen, ganz ohne Stress.
Hier erfährst du, welche Tools du als Anfänger wirklich brauchst, welche du dir getrost (erstmal) sparen kannst – und warum weniger manchmal viel mehr bringt. So behältst du den Fokus, sparst Zeit und Energie – und hast trotzdem Spaß am Bloggen!
Bloggen für Anfänger: Zusammenfassung
Für den Anfang: Domain, Webseite, WordPress
Content-Erstellung: Gutenberg-Editor
Bilder & Design: Canva & eigene Bilder sind die beste Wahl!
Mehr brauchst du für den Anfang nicht!
Premiumtools, die ich nutze:
Ubersuggest (SEO), ChatGPT (Recherche), Canva (Bilder, Design)
Inhaltsverzeichnis
Das brauchst du vor dem Bloggen!
Wenn du Anfänger bist und mit dem Bloggen anfängst, wirkt am Anfang vieles komplizierter, als es eigentlich ist. Überall liest du von Tools, Technik, Plugins und irgendwelchen Systemen.
Aber ganz ehrlich?
Du brauchst für den Start gar nicht viel.
Die drei absoluten Basics sind:
- Domain
- Hosting
- WordPress
Ob man Hosting und Domain wirklich als „Tools“ bezeichnen möchte? Keine Ahnung. Aber was ich ganz sicher weiß: Ohne wirst du nicht bloggen können.
Klar, du kannst bei einem Freehoster starten. Was ich davon halte – und warum das in den meisten Fällen keine gute Idee ist – kannst du in einem anderen Artikel nachlesen.
Schauen wir uns die Grundlagen einmal in Ruhe an.
Dementsprechend brauchst du:
- einen Hoster
Bei einem Hoster liegt deine Domain, dein Blog – so dass dein Blog jederzeit aufgerufen werden kann. Ich empfehle dir gerne meinen Hoster. Bin schon seit fast 20 Jahren bei ihm. Er ist immer für mich da und meine Fragen sind ab und an bestimmt nicht gerade die inteligentensten. Gerne empfehle ich dir meinen Hoster.* - eine Domain
Da stellt sich meist die Frage: Welche Domain passt? Welchen Domainnamen soll ich nehmen? Mein Rat: Nimm einfach deinen Namen (ob mit oder ohne Bindestrich, ist dir überlassen). Warum mein Fibb, fibb heißt – ist eine andere Geschichte. Würde ich heute nicht mehr so machen. Als Endung empfehle ich dir DE, wenn du in Deutschland lebst oder halt CH für die Schweiz oder AT für Österreich. - WordPress
Natürlich ginge auch Joomla, Typo3 oder Drupal. Du hast was ganz anderes? Auch ok, aber ohne ein CMS wird bloggen schwer. Ich empfehle dir einfach WordPress, es ist relativ einfach, hat viele Zusätze (Plugins) und Designs (Themes).
Schreib los! Tools für Content-Erstellung ohne Stress
Neben WordPress brauchst du eigentlich nicht mehr viel. Ich selbst tippe meine Blogbeiträge gleich ins Backend. Dafür benutze ich den Gutenberg Editor. Der sollte mittlerweile bei einer Neuinstallation bereits dabei sein. Auf keinen Fall solltest du mit Divi oder Elementor bloggen. Denn erstens ist das viel zu komplex für einfache Blogartikel und zweitens: Wenn du einmal keine Lust mehr auf diese Builder hast, musst du alle deine Blogartikel per Hand ändern. Das macht keinen Spaß, das verspreche ich dir!
Deshalb:
Schreib deine Blogartikel mit dem Gutenberg Editor.
Falls du sonst noch ein Schreibprogramm brauchst, empfehle ich dir Google Docs, dort kannst du – ähnlich wie bei den ganzen offline Schreibprogrammen:
- Tabellen anlegen
- Texte schreiben
- Präsentationen erstellen
- Formulare erstellen
- Videos bearbeiten
Das geniale daran ist, dass du auf deine Daten von jedem PC zugriff hast – und du kannst diese Dokumente sogar teilen. So können deine Kunden oder deine Bloggerkollegen mit dir gemeinsam an einem File arbeiten.
Mehr brauchst du am als Blog-Anfänger erstmal nicht. Alles andere kann warten.

Organisation & Planung
Ehrlich? Ich habe anfangs mit einer Excel-Tabelle meinen Redaktionsplan geführt – jahrelang. Damals gab es weder Trello noch Notion, und so ein simples Sheet hat mir völlig gereicht.
Heute gibt es natürlich viele Tools, die das Planen erleichtern: Trello zum Beispiel, wenn du gerne alles in Karten und Listen sortierst, oder Notion, wenn du Planungen, Texte, Ideen und Projekte gern an einem Ort hast. Beides funktioniert super – ist aber kein Muss.
Wichtig ist, dass du zumindest ein Grundgerüst hast:
- Welche Blogartikel planst du für die nächsten 3 Monate?
- Wo willst du sie bewerben?
- Wann willst du sie veröffentlichen oder promoten?
Das reicht fürs Erste. Wenn du Lust auf Excel hast, könnte ein einfacher Plan zum Beispiel so aussehen:
| Datum | Artikelthema | Status | Bewerbungskanäle | Notizen |
|---|---|---|---|---|
| 15.02.2026 | Keyword-Recherche erklärt | geplant | Newsletter, Instagram | Bildgrafik erstellen |
| 01.03.2026 | Blog-Summit Ankündigung | Entwurf | Facebook, Newsletter | Speaker eintragen |
| 15.03.2026 | Interne Links in WP setzen | fertig | Newsletter, LinkedIn | Screenshots prüfen |
So hast du auf einen Blick, was kommt, was noch offen ist und wo du welche Inhalte promotest – und das alles ohne Schnickschnack, aber super effektiv.
Bilder, Design & Co. – visuelle Helferlein, die dein Blog aufhübschen
Vor einigen Jahren habe ich mir Affinity Photo angeschafft. Wenn du dich etwas mit Bildbearbeitung auskennst, ist das ein echt solides Tool – vor allem, weil es nur einmalig kostet. Der „große Bruder“ Adobe läuft ja leider nur im Abo.
Aber um ehrlich zu sein: Ich nutze Affinity kaum noch.
Canva
Denn es gibt etwas viel Einfacheres, Intuitiveres – und kostenloses: Canva.
Canva ist ein Online-Tool zum Erstellen und Bearbeiten von Bildern, Infografiken oder Social-Media-Grafiken. Du kannst einfach alles erstellen, dass du zum Bloggen brauchst! Ideal für Anfänger! Du kannst mit vorgefertigten Templates arbeiten oder komplett selbst gestalten. Selbst in der kostenlosen Version lässt sich damit alles erledigen, was ein Blog visuell aufwertet. Willst du mal schnell ein Titelbild, eine Infografik oder Instagram-Grafik erstellen? Canva geht fix und unkompliziert.

Kostenlose Bilder
Wenn du kostenlose Bilder brauchst (ich empfehle immer, eigene Fotos zu verwenden), gibt es ein paar gute Quellen:
Pixabay
Viele 08/15-Bilder, dafür eine riesige Auswahl. Praktisch für einfache Blogartikel, bei denen du schnell ein passendes Bild brauchst. Außerdem gibt es dort auch Illustrationen und Vektoren, die du direkt in Canva importieren kannst.
Pexels
Hier findest du schöne, hochwertige Fotos, oft etwas moderner und ästhetischer als bei Pixabay. Perfekt, wenn du einen Blogartikel professioneller wirken lassen willst – und du kannst die Bilder ohne Registrierung herunterladen.
Unsplash
Mein absoluter Favorit, wenn es um besonders schöne und authentische Bilder geht. Die Auswahl ist beeindruckend, die Fotos wirken oft fast „magisch“. Ideal für Blogtitelbilder oder Artikel, die ein bisschen mehr Aufmerksamkeit brauchen.

Bilder clever kombinieren – direkt in Canva
Falls ich doch mal ein Bild aus einer Bilddatenbank nehme: Ich suche zuerst auf Unsplash nach hochwertigen, aussagekräftigen Fotos, die die Stimmung meines Artikels treffen. Fehlt mir etwas oder will ich mehr Auswahl, schaue ich parallel auf Pexels – oft gibt es dort alternative Perspektiven oder Bildausschnitte. Pixabay nutze ich eher, wenn ich schnell Illustrationen, Icons oder einfache Bilder brauche, die Canva direkt als Overlay verarbeiten kann.
Das Beste daran: Alle Bilder lassen sich direkt in Canva importieren. Einfach Bild runterladen, hochladen – oder sogar über die Canva-Apps direkt suchen und einfügen. So sparst du Zeit, bleibst flexibel und kannst gleichzeitig auf die Stärken jeder Datenbank zugreifen.
Am Ende hast du ein Titelbild, eine Infografik oder Social-Media-Grafik, die aussieht, als hättest du Stunden daran gearbeitet – obwohl du eigentlich nur ein paar Klicks gemacht hast.
Nice to have, aber kein Muss – Tools, die du (erstmal) ignorieren kannst
Wenn du mit WordPress bloggst, stolperst du früher oder später über Themes und Plugins.
Themes – also das Design deines Blogs – sind viel mehr als nur hübsches Drumherum. Häufig bringen sie auch nützliche Funktionen gleich mit. Plugins gibt es für fast alles, was du dir vorstellen kannst. Ich habe bisher immer ein Plugin gefunden, egal, welche Idee mir gerade kam.
Das ganz ehrlich? Gerade als Anfänger brauchst du davon kaum etwas.
Viele Technik-Spielereien verwirren mehr, als dass sie helfen.
Meine Lieblings-Plugins:
- Yoast SEO – hilft beim Optimieren deiner Blogartikel.
- UpdraftPlus – das Backup-Plugin, das dir den Tag rettet, falls mal etwas schiefläuft.
- Prosodia VGW – nur nötig, wenn du bei VG Wort angemeldet bist.
Aber ehrlich: All das hat Zeit. Lass dich nicht stressen. Genauso ist es mit schicken Premium-Themes: Sie sehen toll aus, aber häufig verwirren sie mehr, als dass sie helfen. Fang erst einmal mit dem Standard-Theme an, das WordPress dir mitliefert. Schick machen kannst du jederzeit später.
Premium-Tools: Wann sich Investitionen lohnen – und wann nicht
Die meisten Tools gibt es in einer 0-Euro-Version – meist mit den wichtigsten Grundfunktionen. Für den Einstieg reicht das vollkommen. Wer erst einmal das Bloggen lernt, braucht die Premium-Funktionen oft gar nicht. Schauen wir uns mal drei Tools genauer an:
Ubersuggest
Mein liebstes SEO-Tool ist Ubersuggest. Selbst in der kostenlosen Version kannst du Keywords recherchieren, Konkurrenzseiten analysieren, Suchvolumen checken und grobe SEO-Potenziale erkennen. Ich habe irgendwann auf die Vollversion gewechselt, weil sie mir im Alltag viel Zeit spart – zum Beispiel beim Vergleich von Keywords oder beim Überprüfen, welche Seiten meiner Mitbewerber gut ranken.
Aber mal ehrlich: Als Anfänger willst du erstmal Bloggen lernen und den Content sauber aufbauen. SEO kommt danach. Alles andere kannst du später angehen.
ChatGPT
ChatGPT nutze ich fast täglich – nein, nicht um Blogartikel von ihm schreiben zu lassen, die tippe ich immer noch selbst. Aber Chatti kann unglaublich helfen bei:
- Meta-Descriptions, die auf den Punkt kommen
- Überschrift-Ideen, die Klicks bringen
- Schnellen Textbausteinen oder Checklisten
- Kleinen Bildideen oder Content-Varianten
Die Premium-Version bietet höhere Limits, bessere Geschwindigkeit und manchmal zusätzliche Funktionen. Aber gerade jetzt? Noch nicht nötig. Mein Tipp: erst einmal die kostenlose Version ausprobieren, Erfahrungen sammeln – und erst später upgraden, wenn du merkst, dass es dich wirklich produktiver macht.
Canva
Canva – mein liebstes Tool, wenn es um Blog-Bilder, Infografiken oder Social-Media-Grafiken geht. Die kostenlose Version reicht erstaunlich weit: Vorlagen, einfache Bearbeitung, Exportmöglichkeiten – alles da. Die kostenpflichtige Version bringt Features wie unbegrenzte Stockfotos, animierte Grafiken oder Branding-Funktionen.
Fakt ist aber: Für den Anfang brauchst du das nicht. Selbst mit der kostenlosen Version lassen sich tolle, professionelle Grafiken erstellen, die deinem Blog einen eigenen Look verleihen. Erst wenn dein Blog wächst oder du regelmäßig Social-Media-Content produzierst, lohnt sich das Upgrade.
Fazit: Weniger ist mehr
Mein Fazit: Wenn ich nach über 20 Jahren Bloggen entscheide, dass ich manche Premium-Tools aktuell nicht brauche, musst du als Anfänger sie definitiv auch nicht kaufen. Ruhe bewahren, Schritt für Schritt lernen – alles andere kommt später.




