Heimarbeit: Wundertüten füllen von zuhause aus?

Wundertüten füllen: Echter Job oder Betrügermasche?

In Heimarbeit Wundertüten füllen von zuhause aus wird immer wieder gesucht – doch gibt es diesen Job überhaupt?

Inhalt

  1. Wundertüten: Kennt ihr sie noch?
  2. Wundertüten im Heimarbeit befüllen
  3. Die Suche nach einem seriösen Nebenjob, den es scheinbar nicht mehr gibt
  4. Wundertüten befüllen: Fragen & Antworten
  5. Drei Alternativen zum Wundertüten füllen
  6. Fazit: Kann ich mit Wundertüten füllen Geld verdienen?

Auf der Suche nach der Möglichkeit, etwas Geld zu verdienen, werden dir manch interessante Angebote unterbreitet. Was ich von der Idee halte, mit Kugelschreibe zusammenbauen Geld zu verdienen halte, habe ich dir hier schon ausführlich erklärt – doch ist Wundertüten füllen in Heimarbeit eine Alternative? Gibt es diesen Job um ohne aus dem Haus zu gehen etwas Geld dazuzuverdienen wirklich? Oder ist es wieder alles nur Abzocke?

1. Wundertüten: Kennt ihr sie noch?

Wundertüten waren in meiner Jugend der Renner. Kennt ihr diese Tüten noch? Diese meist quatratischen Papiertüten, gefüllt mit allerlei Kleinteilen. Für uns Kinder das absolute Highlight – waren es doch die Überraschungseier von damals. Etwas zum Spielen, etwas zum Naschen – und viel Überraschung. Das fast alle Überraschungen am Ende fast alles im Mülleimer landete, störte uns nicht.

Für viele Mütter damals ein guter Nebenverdienst, denn Maschinen um die Wundertüten zu befüllen gab es noch keine und die Nachfrage an diesen Tütchen, die nur ein paar Pfennig kosteten war groß. Heute sind die Wundertüten verschwunden – somit ihnen auch die Möglichkeit von zuhause damit Geld zu verdienen. Außerdem besitzen die Hersteller heutzutage auch genügend Maschinen, die diese Tüten füllen könnten.

2. Wundertüten im Heimarbeit befüllen

So oder so ähnlich titelt es immer wieder in Zeitungsanzeigen und in Stellenportalen im Internet. Das diese Anbieter meist höchst unseriös sind, merkst du sehr schnell.

Mögliche Hinweise auf eine unseriöse Stellenanzeige:

  • der Job ist „deutschlandweit“ verfügbar
  • du bekommst einen total geniales Gehalt versprochen
  • in der Stellenanzeige gibt es weder eine Anschrift noch eine normale Telefonnummer
  • bewerben kannst du dich ganz einfach
  • Kontaktaufnahme häufig über Bezahl-Telefonnummern (die richtig Geld kosten)
  • häufig wird von „total einfach“ und „ohne jegliche Vorkenntnisse“ gesprochen

Einige Beispiele für nicht unbedingt seriöse Stellenanzeigen:

Du möchtest flexibel von Zuhause aus arbeiten, bei freier Zeiteinteilung? Möchtest deine eigene Ideen verwirklichen und unabhängig sein? Du verzichtest ungern auch die Zeit mit Familie, Partner, Freunde und fürs Hobby?

Hier wieder dieselbe Masche, das ist kein Angestelltenverhältnis, da steckt keine Firma dahinter – hier will man dir irgendetwas verkaufen (ich tippe mal darauf, dass du die Schulung vorfinanzieren musst):

Quereinsteiger aufgepasst: Nutze jetzt die Zeit und mach dich unabhängig!

Richte mit uns dein virtuelles Büro ein und arbeite in Zukunft immer dort wo du dich wohlfühlst.

Wir schulen dich digital und unterstützen dich auf deinem Weg in eine unabhängige Zukunft.
Egal ob haupt- oder nebenberuflich.

Bei so einem Anzeigentext würde ich dann doch einmal weiterlesen:

Wir suchen ab sofort Unterstützung für die Montage von Kleinteilen bzw. Handkonfektionsarbeiten.

Gerade wenn (wie bei dieser Anzeige) jemand in 10 Kilometerumkreis gesucht wird, hört sich das fast glaubwürdig an. Einen Versuch wäre es wert. Vielleicht bietet diese Firma wirklich eine Möglichkeit mit der Herstellung von Kleinteilen Geld zu verdienen.

Es gibt auch seriöse Stellenangebote fürs Homeoffice:

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir zum nächstmöglichen Termin eine/n weitere/n Mitarbeiter/in für die Recherche nach **** (es handelt sich um eine reine Recherchearbeit, kein Verkauf!) in **** oder bundesweit im Homeoffice.

Dieser Arbeitgeber kommt mir vertrauendswürdig vor. Vorallem auch, weil die Anschrift des Unternehmens ebenfalls genannt wird.

Nach kürzester Zeit bemerkst du schon beim aufmerksamen Lesen der Stellenangebot, welches ernst gemeint ist – und welches definitiv nur darauf aus ist, dir etwas zu verkaufen oder dir eine Selbstständigkeit (beispielsweise im MLM) anzubieten.

Was mir bei meiner Suche nach nicht ganz seriösen Stellenanzeigen aufgefallen ist: Ich finde gerade gar keine Stellenanzeige, die Wundertüten befüllen anbietet. Ist die Masche gerade out?

3. Die Suche nach einem seriösen Nebenjob, den es scheinbar nicht mehr gibt

Immer wieder wird vor diesen Stellenanzeigen gewarnt – und scheinbar hat es sich selbst bei den Betrügern schon herumgesprochen, dass sie ein anderes Zugpferd brauchen. Nur warum suchen immer noch so viele Leute nach „Wundertüten befüllen“?

Diese Abfragen werden bei Google & Co immer noch eingegeben:

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Deshalb möchte ich hier nocheinmal sehr eindringlich davor warnen: Diesen Nebenjob gibts es nicht (mehr)! Wundertüten sind vom Markt verschwunden und selbst wenn sie noch irgendwo angeboten werden, könnte es heute jede Maschine kostengünstiger und schneller erledigen.

4. Wundertüten befüllen: Fragen & Antworten

Für alle, die die Hoffnung immer noch nicht aufgegeben haben, hier ein paar Antworten zum Thema.

Gibt seriöse Anbieter, die Heimarbeit mit Wundertüten ohne Vorkosten anbieten?

Um ehrlich zu sein: Mir ist noch nicht einer untergekommen. Falls es doch seriöse Auftraggeber gibt, müssen diese definitiv in deinem Umkreis sein und dir die Materalien dafür ohne Vorkosten bereitstellen. Der Verdienst wird wahrscheinlich unterirdisch sein.

Welche seriösen Jobs in Heimarbeit gibt es dann?

Viele Arbeiten die du als Heimarbeit erledigen kannst, sind selbstständige Arbeiten für die du Vorkenntnisse brauchst. So kannst du im Online Marketing oder als Texter arbeiten. Natürlich gibt es auch andere Möglichkeiten, um von zuhause aus Geld zu verdienen. Jedoch erfordern die meisten davon irgendeine Vorbildung.

Wie viel verdiene ich mit Heimarbeit?

Dein Gehalt ist davon abhängig, was du tust – und für wieviele Stunden du es tust. Im weiteren Verlauf habe ich dir drei Alternativen zum Wundertüten befüllen angeboten und dabei einen Anhaltspunkt für deinen möglichen Verdienst. Falls du in Teilzeit oder Vollzeit im Homeoffice arbeitest verdienst du daselbe wie ein Angestellter, der im Betrieb arbeitet.

Gibt es seriöse Heimarbeit mit Arbeitsverträgen?

Definitiv! Ich habe jahrlang selbst im Homeoffice mit Arbeitsvertrag gearbeitet. Allerdings sind solche Arbeitsverträge immer noch nicht die Regel. Häufig wird eine Mischung aus Arbeit im Betrieb und Homeoffice angeboten. Gerade Heimarbeit auf Minijobbasis ist relativ selten. Wenn du bei deiner Suche genügend Vorsicht walten lässt, kannst du – wahrscheinlich nach längerer Suche – definitiv auch Glück haben.

5. Drei Alternativen zum Wundertüten füllen

Nachdem ich natürlich die Intension hinter der Suche verstehe: Du möchtest einen (relativ) einfachen Nebenjob, den du bestenfalls von zuhause aus erledigen kannst – möchte ich dir hier drei Alternativen nennen, die es wirklich gibt und mit denen du wirklich (etwas) Geld verdienen kannst.

Tiersitter oder Babysitter

Ich gebe zu, dass ist keine sehr inovative Möglichkeit, Geld von zuhause zu verdienen. Trotzdem funktioniert sie! Babysitter werden häufig für die Abendstunden gesucht, so kannst du auch nach deiner eigentlichen Arbeit oder am Wochenende noch ein paar Euro dazuverdienen.

Tiersitter ist man häufig für ein paar Tage. Wenn das Herrchen oder Frauchen nicht zuhause sind. Aber auch hier gibt es mittlerweile berufstätige Tierbesitzer, die ihren Hund nicht den ganzen Tag daheim lassen möchten und somit jemanden dauerhaft für ein paar Stunden in der Woche suchen.

Vergütung: ab 8 Euro Stundenlohn (meist mehr)

Kreativ arbeiten – und deine Erzeugnisse verkaufen

Egal ob du malst, nähst oder töpferst. Deine Erzeugnisse kannst du verkaufen. Beispielsweise auf etsy. Darüber habe ich hier schon einmal berichtet.  Wenn du als handwerklich oder künstlerisch begabt bist, schau dich dort ruhig einmal um. Selbstverständlich kannst du deine kreativen Erzeugnisse auch noch auf anderen Portalen anbieten. Auch auf Facebook lassen sich solche tollen Sachen mittlerweile gut verkaufen.

Vergütung: je nach Können und Nachfrage

Texte schreiben und dafür bezahlt werden

Als Texter, Redakteur oder wie du es sonst bezeichnen magst, tippst du Texte am PC. Diese kannst du nach den Wünschen verschiedener Kunden tippen – oder (so wie ich hier) auf deinem eigenen Blog veröffentlichen. Beides hat seine Vorteile – und seine Nachteile.

Tippen für Auftraggeber

Wenn du gerne schreibst, viele Ideen hast – und ein gutes Allgemeinwissen besitzt, kannst du mit Texte erstellen Geld verdienen. Je nach Aufwand und Können kommt da ein gutes Zusatzeinkommen – aber auch schon dein Lebensunterhalt – zusammen. Wo du deine Interessenten findest, bleibt dabei dir überlassen. Auch hier kannst du bei Facebook (aber auch bei Xing, Linkedin, ect.) auf Kundenakquise gehen. Oder du überlässt die Akquise anderen.

Vergütung: zwischen einem und zehn Cent pro Wort

Dein eigenes Blog erstellen

Um dein eigenes Blog zu erstellen, brauchst du nicht viel. Danach erstellst du darin Beiträge, die du bewerben musst. Um ein eigenes Blog erfolgreich zu machen, brauchst du viel Geduld. Wenn du es ersteinmal geschafft hast, dass täglich ein paar hundert Besucher auf deinen Blog kommen, hast du ein nettes Zusatzeinkommen. Auch hier kannst du davon leben – wenn du genügend Leser hast und / oder noch andere Tätigkeiten anbietest. So ist ein Blog beispielsweise eine gute Idee, wenn du auch Texte verkaufst – so können Intessenten gleich sehen, wie du schreibst und was du kannst.

Verdienst: Die ersten Monate nichts – danach ist ein Einkommen von ein paar hundert Euro im Monat möglich

6. Fazit: Kann ich mit Wundertüten füllen Geld verdienen?

Naja, theoretisch schon. Leider habe ich aber noch kein einziges seriöses Stellenangebot dafür gefunden. Es ist wie beim Kugelschreiber montieren. Viele Menschen wünschen sich solche einfache Beschäftigungen, die man von zuhause aus erledigen kann – nur angeboten werden sie (wenn überhaupt) meist nur von Betrügern. Deshalb mein Rat: Bei deiner Suche nach einem Job im Homeoffice genügend Vorsicht walten zu lassen und sich von den Versprechungen nicht in die Irre führen lassen. Es gibt definitiv mehr Betrüger als ehrliche Stellenangebote in diesem Bereich.

Über Birgit Lorz

Birgit Lorz (geboren 1969), Mutter von 4 Kindern, ist seit 2001 als Online Marketing Manager im WWW unterwegs. Durch Ihren Werdegang liegen ihr gerade Themen rund um Seo, Selbstständigkeit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf am Herzen.

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