Seo No-Go’s: Die schlimmsten Seo-Sünden

Etwas Seo-Optimierung hat noch keinem Blog geschadet. Allerdings gibt es definitiv auch Seo No-Go’s, die immer nach hinten losgehen. Besser ist es, um diese „Methoden“ einen großen Bogen zu machen – egal wie häufig du davon hörst oder liest, wie coole die Idee ist. Dabei muss es nicht mal „Black-Hat-Seo“ sein, manchmal reicht eine nicht gut überlegte „Optimierungsstrategie“.

Die 12 schlimmsten Seo-Sünden

Ein Blog lebt (und stirbt) mit seinem Content. Guter Content, interessante Themen und gut aufgereitete Blogartikel sind da A und O eines jeden Blogs. Trotzdem halten sich manche Mythen hartnäckig. Klar, wäre es super einen einfacheren, schnelleren Weg zum gut besuchten Blog zu haben – doch diesen gibt es leider nur in diesen Mythen.

Seo No-Go’s: Die schlimmsten Seo-Sünden

Doppelten Content produzieren

Doppelter Content – also Texte, die auf verschiedenen Unterseiten deines Blogs (oder gar auf verschiedenen Blogs, weil abgeschrieben oder gar kopiert) vorhanden ist, stört Google meist gewaltig. Schlechte Rankings sind der Fall – häufig entscheidet sich Google für eine dieser Unterseiten (oder Blogs) und rankt diesen. Warum sollten auch zwei (fast) intentische Texte ranken? Blöd nur, wenn das dein Text ist – der jetzt auf der anderen Webseite für Rankings sorgt.

Bei diesem Gedankenspiel wird den meisten Bloggern schnell klar, dass Contentdiebstahl eine nicht besonders schlaue Idee ist. Denn außer den schlechten Rankings hat doppelter Content noch ein Problem: ein rechtliches. Wer einfach drauflos kopiert und „klaut“, kann sehr schnell eine Klage am Hals haben. Ob es sich dabei um das „ausgeliehene“ Bild handelt oder um einfach kopierten Text, bleibt sich egal.

Aus diesen beiden Gründen: Contentdiebstahl ist ein aufsolutes No-Go!

Video: Nie wieder doppelten Content!

Die 10 Gebote des doppelten Contents! Richtig toll gemacht. Wenn du dich daran orientierst, wirst du keinen doppelten Content produzieren.

Articel Spinning verwenden

Es gibt mittlerweile echt gute Articel Spinning Tools, mit diesen kannst du Texte erstellen lassen – und sie dann mit einem Klick verändern. Bei Online Shops funktioniert das echt gut. Welcher Online Shop Betreiber will schon für 10.000 Produkte Texte tippen lassen?

Anders schaut es auf einem Blog aus.

Auf deinem Blog willst du wertvolle, interessante Inhalte anbieten – jeder Text hat einen anderen Aufbau, andere Infos und Tipps. Das schaff (zumindest heute) kein Articel Spinning – es kommen meist hirnlose und nervige Texte raus. Selbst wenn du damit Rankings erreichen solltest – mit solchen Texten vertreibst du deine Leser!

Somit zählt Articel Spinning auch heute zu den No-Go’s für Texte auf deinem Blog!

Content ohne jeglichen Mehrwert produzieren

Sogenannter Thin Content – also wahllos aneinander gereihter Worte und Sätze, gespickt mit Keywords und Keywordphrasen – war vor einigen Jahren echt noch in der Lage Rankings abzugreifen. Diese Zeiten sind allerdings definitiv vorbei! Egal ob du Thin Content per Hand schreibst (blablabla und blubb, der Himmel ist blau – jetzt kauf du ***) …. oder es mit Articel Spinning produzierst, dieser Content ist Mist! Er verteibt deine restliche Leser und bringt dir keine neuen. Lass es einfach! Tippe lieber Content, der deine Leser erfreut.

Somit gehört auch Thin Content zu den Seo SeNo-Go’s für Blogbetreiber.

Hidden-Content – versteckte Texte

Vor langer, langer Zeit war das der Renner beim Black-Hat-Seo. Weißer Text auf weißem Grund – mit Keywords vollgestopft. Hat lange Zeit auch wirklich gut funktioniert. Auch die Idee, ein Bild über den Text zu legen ist nicht neu – also lass es lieber.

Egal auf welche Art du Texte, Links oder anderes verstecken willst, es ist mittlerweile alles bekannt – und wirkt sich meist negativ auf deinen Blog aus.

Deshalb ist Hidden-Content ein absolutes No-Go für deinen Blog!

Keyword-Spam & Stuffing: Wenn weniger mehr ist

Keyword-Spam und Keyword-Stuffing sind sehr gefährlich! Dabei kann dein Blogbeitrag – oder sogar dein kompletter Blog – abgestraft werden.

Denn eine Überoptimierung kann zu einer Over Optimization Penalty führen. Durch so eine Over Optimization Penalty (zu deutsch: Abstrafung wegen Überoptimierung) rutscht die Unterseite – manchmal auch die gesamte Webseite oder der Blog in den Rankings ab.

Doch was bedeuten Keyword-Spam und Keyword-Stuffing überhaupt? Das wird in diesem Video anschaulich erklärt.

Video: Keyword-Spam & Keyword-Stuffing


Einzige Gegenmaßnahme ist dann, die Überoptimierung wieder zurückzunehmen – und zu warten. Meist erholen sich die Rankings nach einiger Zeit. Allerdings brauchst du dann viel Geduld und gute Nerven. Deshalb lass es lieber. Selbstverständlich solltest du deine Texte seooptimieren – aber eben mit Maß und Verstand. Denke dabei immer zuerst an deine Leser – und dann erst an Google. Keyword-Stuffing ist damit definitiv ein negativer Ranking-Faktor und gehört somit zu den No-Go’s für Blogger.

Für jede Keyword-Variante einen Text

Ja, auch das hat sehr lange, sehr gut funktioniert. Ruckzuck hast du eine Webseite rund um ein Thema aufgebaut – in dem du (meist hirnlose) Texte zu einem Keyword geschrieben hast – und dann zum selben Keyword (andere Variante) noch einen hinterher. So hast du schnell zehn oder zwanzig Texte rund um ein Thema auf deinem Blog gehabt – und Google hat dich geliebt.

Also nicht falsch verstehen: Einen themenrelevanten Blog liebt Google heute immer noch. Aber das hier ist nicht themenrelevant, das hier ist einfach blöd.

Wie wäre es, wenn ich jetzt 10 Blogbeiträge schreiben würde, alle zum selben Thema – und alle auf ein (fast) anderes Keyword optimiere?

So etwa:

  • No-Gos für Seos
  • No-Gos für Blogs
  • No-Gos für Seo-Blogs
  • No-Gos für Blogger
  • ….. und so weiter…. ich glaube du verstehst, wohin ich will?

Das tut weh! Das ist Mist! Das kann nicht gut werden!

Außerdem versteht Google heute, dass all diese Keywords zu einer Keyword-Familie gehören und dein (richtig cooler) Text kann für alle diese Keywords ranken. Also schreib lieber einen richtig tollen Text – und decke damit alle Varianten eines Keywords ab.

Schlechte URL-Struktur

Auch WordPress (meine Lieblingsblogsoftware) kann Mist fabrizieren. Wenn du deine Hausaufgaben nicht gemacht hast, schauen deine URLS so aus:

https://www.fibb.de/?p=123

Das ist nicht wirklich schlecht – aber es geht besser. Oder weißt du jetzt, um welches Thema es bei dem Blogbeitrag geht? Mit der Bezeichnung deines Blogartikels (nach dem / ) kannst du Google schon einen Hinweis darauf geben, für welches Keyword dein Artikel ranken soll:

Gute URLs schauen so aus:

https://www.fibb.de/blogbeitrag/

Das kannst du – wenn du WordPress verwendest –  ganz leicht unter Einstellungen -> Permalinks umstellen. Allerdings musst du dir darüber im Klaren sein, dass Google dann deine kompletten URLs nicht mehr findet. Solltest du also schon Rankings haben, würde ich mir vorab überlegen ob es Sinn macht diese URLs auf die neuen URLs umzuleiten.

URLs aus Hieroglyphen, Zahlen und nichts sagenden Buchstabenreihen sind nicht besonders schön – sie verringern deine Chance bei Google zu punkten. Allerdings gibt es schlimmere Fehler.

Backlinks vermeiden oder auf nofollow setzen

Ohne Verlinkung von außen keine Besucher auf deiner Webseite oder deinem Blog. Somit braucht dein Blog Verlinkungen – aber auch ein Link „nach draußen“ kann Sinn machen. Wenn der verlinkte Artikel deinen Blogbesuchern weitere Infos gibt, ist es eine gute Idee, ihn zu verlinken.

Du kannst nicht jedes Thema auf deinen Blog bearbeiten – deshalb darfst, sollst, …. Nein! musst du sogar Backlinks nach draußen setzen. Natürlich nur auf vernünftige Webseiten oder Blogs. Diese Backlinks musst du dann auch nicht auf „nofollow“ setzen – denn wenn etwas gut für deine Leser ist, ist es auch gut für die Suchmaschinen.

Auch hier ist es scher von einem absoluten „No-Go“ zu sprechen. Allerdings solltest du dir überlegen: Das Internet lebt von Backlinks, wenn keiner auf deinen Blog verlinkt, wirst du nicht gefunden. Wie du mir – so ich dir, ist hier die Devise.

Linktausch oder Linkkauf

Weil ohne Backlinks meist nichts läuft in Richtung Rankings, sind findige Menschen auf die Idee gekommen, diese Backlinks zu tauschen oder zu kaufen. Um mit einem Mythos gleich aufzuräumen: Nein, ein Linkkauf ist nicht illegal! Rein rechtlich darfst du Links kaufen, tauschen und auch verkaufen.

Allerdings gibt es einen Mitspieler dem diese Methode gar nicht gefällt – Google. Also sei dir im Klaren, wenn du Linktausch oder Linkkauf betreibst, dann ist dies meist mit dem Hintergedanken bei Google besser zu ranken. Wenn Google das also rausbekommt, sind deine Rankings futsch.

Ob du dieses Risiko wirklich eingehen willst, musst du dir selbst klar werden. Mir wäre das zu heiß!

Außerdem musst du – falls es sich um Werbung handelt – deinen Text auch als Werbung kennzeichnen.

Deshalb ist (nicht gekennzeichneter) Linkverkauf und Linktausch ein No-Go, auch wenn es viele betreiben. Gerade als Anfänger wäre ich damit vorsichtig. Wenn du Backlinks für deinen Blog brauchst, würde ich es lieber mit Gastartikel versuchen.

Links mit denselben Anker-Texten

Gerade wenn man doch auf die Idee kommt, Backlinks zu tauschen oder zu kaufen – will man ja mit einem bestimmten Keyword ranken. Was ist da „schlauer“, als dieses Keyword als Linktext oder Ankertext zu verwenden? Wenn ich also mit „Bloggen“ ranken will, lass ich alle meine Linktauschpartner auch mit „Bloggen“ auf meinen Blog verlinken.

Also erstens kannst du nicht lauter schreien „Ich betreibe Linktausch – oder Linkkauf!“ und zweitens wird Google selbst wenn es freiwillig gesetzte Links sind, irgendwann die Wirksamkeit heruntersetzen. Denn auch dies gehört zur Überoptimierung.

Falls du also irgendwann mal einen größeren Schwung freiwilliger Backlinks bekommst und es fragt dich jemand, ob du bestimmte Keyworde bevorzugst – mische gut durch!

Eine Idee wäre beispielsweise:

  • 10 No-Go’s für Blogger
  • Seo No-Go’s für Blogbetreiber
  • Diese Dinge sollten Blogger nicht tun
  • Seo-Sünden, die dein Blog abschießen
  • www.fibb.de/nogos-optimierung-blog/
  • hier
  • auf fibb.de
  • … und viele andere mehr

Desto mehr unterschiedliche Zusammensetzungen an Linktexten du verwendest, desto besser. Gerade in Gastartikeln ist es manchmal verführerisch genau mit dem Keyword zu verlinken. Lass es lieber. Ich versuche das Keyword meist (zumindest teilweise) in einen Satz einzubauen – und verlinke diesen.

Keine Beschreibung für deine Bilder

Vor einigen Jahren war die Bildersuche von Google noch ein absoluter Besucherbringer. Heute ist das leider nicht mehr ganz so. Aber es kommen immer noch Besucher darüber – außerdem sind richtig benannte Bilder auch ein Rankingkriterium. Eines von vielen, wie ich zugeben muss – aber auch eines, dass du ganz einfach optimieren kannst.

Meine Bilder sind wie folgt benannt:

  • Die Datei benenne ich mit meinem Hauptykeyword und einem Zusatz
    Beispiel: Nogos-Optimierung-Blog.jpg
  • Dazu kannst du in WordPress noch vier verschiedene Beschreibungen angeben:
    Dabei solltest du unbedingt darauf achten, deine passenden (!) Keywords unterzubringen. Auch beim Bilder-Seo bitte nicht übertreiben.

    • Titel
      Ein sehr kurzer Titel deines Bildes.
    • Alternativer Text
      Hier schreibst du einen Text, der angezeigt wird, wenn das Bild nicht angezeigt werden kann.
    • Beschriftung
      Das ist der Text unter deinem Bild – also eine Beschreibung des Bildinhaltes.
    • Beschreibung
      Ähnlich ist es auch hier, nur kannst du hier das Bild noch ausführlicher beschreiben.
  • Die Größe deines Bildes sollte möglichst groß – aber nicht störend sein. Meine Bilder haben meist irgendwas über 100kB, das reicht für meine Zwecke vollkommen aus und gewährleistet immer noch eine gute Darstellung. Wenn du einen Fotoblog oder ähnliches betreibst, wird dir diese Größe aber nicht ausreichen! Überlege immer, wie lange deine Blogbesucher auf den Ladevorgang warten würden. Bei mir sind die Bilder nur „Beiwerk“ und somit wären meine Blogbesucher relativ schnell genervt. Bei einem Fotoblog kann das anders sein.

Meta-Daten überoptimieren (oder gar nicht)

Auch wenn die Meta-Daten heute kaum noch (oder gar nicht? – da scheiden sich die Geister) ins Ranking einfließen. Beeinflussen sie sekundär doch das Ranking deines Blogs. Ist deine Meta-Description aussagekräftig und der Besucher bekommt, was ihn die Description bei Google verspricht – bleibt er länger auf deinem Blog. Diese längere Aufenthaltsdauer wird von Google positiv gewertet. Dein Beitrag steigt in den Suchmaschinenergebnissen.

Hier zwei positive Beispiele:

Übersichtliche Meta-Description mit Haken und Keyword.
Übersichtliche Meta-Description mit Haken und Keyword. Hier hat der Suchende eine ungefähre Vorstellung, was ihn erwartet.
Auch diese Meta-Description ist gut. Mit den Fragen wird der Suchende neugierig gemacht.
Auch diese Meta-Description ist gut. Mit den Fragen wird der Suchende neugierig gemacht. Allerdings müssen diese Fragen dann auch im Text beantwortet werden.

Hier zwei weniger gute Beispiele:

Das hier schaut aus, als gäbe es keine Meta-Description.
Das hier schaut aus, als gäbe es keine Meta-Description.  So wurde die Chance vertan, Aufmerksamkeit auf deinen Artikel zu lenken.
Zu langer Text - oder auch keine Description? - auch die Keywords sind nur teilweise vorhanden.
Zu langer Text – oder auch keine Description? – Dieser Textabschnitt macht nicht wirklich neugierig – und der potentielle Blogbesucher weiß nicht genau, was du bietest.

Wie man an den Beispielen sieht, sollte deine Meta-Desciption auf den ersten Blick klar machen, was der Leser auf auf deinem Blog erwarten kann. Dabei schaden Keywords definitiv nicht – allerdings reicht es einmalig. Eine Gliederung mit Haken oder Pfeilen hilft bei der Aufmerksamkeitslenkung.

Leider gibt es einen kleinen Haken an der schönen Meta-Description und deren Optimierung. Immer wieder meint Google, dass die Description nicht aussagekräftig genug ist – und nimmt dann lieber einen Teil deines Textes (den Google auswählt, ohne dass du etwas dazu tust) … so kann deine Meta-Description manchmal noch so klickfreudig und aussagekräftig sein, wie sie will – sie erscheint einfach nicht.

Meist hilft dann nochmal eine kleine Nachoptimierung der Description. Allerdings nur, wenn du es merkst. Denn es geht nirgends ein kleines rotes Lichtlein an, dass dich darauf hinweist.

Video: 10 Seo No-Go’s

Interessanterweise werden in dem Video (fast) nur andere Seo No-Go’s genannt. Dachte gar nicht, dass es soviele davon gibt. Allerdings muss ich zugeben – die meisten davon kann ich zustimmen. Hier also noch ein paar No-Go’s für deinen Blog.

Seo ist kein Hexenwerk!

So, jetzt genug von den No-Go’s und den Fehlern, die du begehen kannst, wenn du dich aufs Seo stürzt. Zum Abschluß noch etwas positives: Seo ist nicht schwer! Seo ist definitiv lernbar! Du musst es nur wollen und dir die Zeit dazu geben.

Jeder hat mal klein angefangen – und jeder hat mal Nullkommanix gewusst.

Je nachdem, wie schnell du vorwärts kommen willst, gibt es verschiedene Wege. Die schlimmsten Fehler beim Seo zu kennen, ist auf alle Fälle schon mal ein erste Schritt. Der nächste wäre, dieses Wissen umzusetzen. Danach schauen wir weiter. 🙂

 

 

 

Über Birgit Lorz

Birgit Lorz (geboren 1969), Mutter von 4 Kindern, ist seit 2001 als Online Marketing Manager im WWW unterwegs. Durch Ihren Werdegang liegen ihr gerade Themen rund um Seo, Selbstständigkeit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf am Herzen.

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