
Ich war einmal auf Platz 1 bei Google. Jahrelang auf Platz 1.
Für ein Keyword mit richtig gutem Suchvolumen.
Ich hatte Backlinks gesetzt, Inhalte erweitert, alles richtig gemacht. Monatlich unheimlich viele Besucher. Und trotzdem… hat keiner gekauft. Keiner. Ein Cent? Fehlanzeige.
Der Grund war denkbar simpel:
Die Leute hatten nach „Spielzeug“ gesucht – und auf meiner Seite gab es nur Babyspielzeug zu kaufen. Ich hatte jahrelang auf das falsche Pferd gesetzt. Das war eine der teuersten Lektionen meiner SEO- & Blogger-Karriere – und gleichzeitig eine der wertvollsten. Denn genau aus solchen Momenten bestehen diese 75 Tipps hier. Nicht aus Theorie. Aus 24 Jahren, über 1.000 Artikeln, echten Fehlern und echten Erfolgen.
Kein schneller Reichtum. Kein Betrug. Aber nachhaltiges Wachstum – für alle, die wirklich dranbleiben wollen.
Hinweis: Dieser Artikel wächst. Ich ergänze ihn regelmäßig. Zuletzt geprüft im August 2026.
Inhaltsverzeichnis
1. Start & technisches Fundament
Bevor der erste Artikel online geht, braucht dein Blog ein stabiles Fundament. Hier sind die technischen Basics, die ich dir nach über zwei Jahrzehnten wirklich ans Herz lege.
- Nutze WordPress als Blog-Software – nicht Wix, nicht Squarespace, nicht Blogger.
WordPress ist seit über 20 Jahren meine klare Nummer 1. Die Flexibilität, das Ökosystem, die SEO-Möglichkeiten: da kommt nichts ran. Grob geschätzt habe ich mehrere hundert WordPress-Blogs installiert, wahrscheinlich sogar mehr. Natürlich habe ich auch mal anderen Systeme ausprobiert: Joomla, Typo3, Drupal. Die sind alle bestimmt nicht schlecht, aber WordPress ist einfach und Google liebt es. - Kaufe dir eigenes Webhosting und eine eigene Domain.
Kostenlose Blog-Portale gehören dir nicht – das Kleingedruckte kann dazu führen, dass dein Blog von heute auf morgen offline geht. Das ist dein Business. Nicht deren. - Installiere so wenige Plugins wie möglich.
Je mehr Plugins du installierst, desto langsamer wird dein Blog. Und ein langsamer Blog verliert Leser – und Rankings. Auch wenn das nicht immer leicht ist, ich kenne mittlerweile einige richtig tolle Plugins. So wächst meine Pluginliste im Backend an … doch ab und an geh ich dann mal durch und werfe raus, was ich schon länger nicht mehr verwendet habe. - Starte sofort mit deinem ersten Artikel – ohne auf Perfektion zu warten.
„Learning by doing“ ist nicht nur ein Klischee, das ist tatsächlich die einzige Methode, die funktioniert. Ich habe weit über 1.000 Artikel geschrieben – der erste war definitiv nicht mein bester. Ich lerne bei jedem Blogartikel etwas dazu. Ist es heute die KI, die mich interessiert, waren es vor ein paar Jahren die Möglichkeit, mit Infografiken und Aufzählungen aufzufallen. Funktioniert heute immer noch. - Starte nicht alles gleichzeitig.
Erst der Blog. Dann vielleicht ein Newsletter. Dann Social Media. Dann – irgendwann – der Podcast. Alles auf einmal macht alles mittelmäßig. Ich selbst hab mich nicht (ganz) dran gehalten. Dementsprechend dümpelt mein Pinterest-Account vor sich hin – und auf Instagram gibts nur alle Jubeljahre ein Posting. Einzige mein Blog und meinen Newsletter halte ich die Treue. - Entwickle eine Standardstruktur für deine Blogartikel.
Intro, Hauptteil, Fazit, Call-to-Action – immer gleich aufgebaut. Das spart Zeit beim Schreiben und gibt deinen Lesern Orientierung.
Meine Lieblingsstruktur: Einleitung -> Call-to-Action -> Hauptteil (mit viel Wissen und meinen Erfahrungen) -> Call-to-Action -> Fazit - Erstelle Canva-Vorlagen mit deinem Branding für die Artikel-Bilder.
Einmal aufsetzen, immer wieder nutzen. Fertig in fünf Minuten statt in einer halben Stunde. So hab ich für mein Beitragsbild eine Vorlage in Canva angelegt, da tausche ich nur das Foto aus – und kopiere mir den Titel aus dem Backend. Wenn ich flott unterwegs bin, habe ich so mein Titelbild innerhalb von 5 Minuten online. Was meist etwas mehr Zeit kostet: Das Bild… irgendwie finde ich Bilder mit mir immer nicht sooo toll. Aber das ist jetzt ein anderes Thema. - Nutze eigene Fotos statt generischer Stockfotos.
Authentizität beginnt beim Bild. Ich fotografiere fast ausschließlich mit dem Handy – teure Ausrüstung braucht es dafür nicht. Ob auf meiner Reha, beim Spaziergang – oder wenn ich am PC sitze und einen Blogartikel tippe. Diese Bilder sind für ein Beitragsbild oder als Blickfang im Blogartikel (wenn sie denn passen) vollkommen ausreichend. Wenn du mal Lust und Geld hast, gönne dir ein Fotoshooting. Ich warte immer noch auf den passenden Zeitpunkt. - Aktiviere SSL-Verschlüsselung (https) auf deiner Website.
Das schützt deine Leser und ist mittlerweile ein Ranking-Faktor bei Google. Ohne SSL wirst du in manchen Browsern sogar als „unsicher“ angezeigt. Das willst du nicht. Ich habs sogar schon gesehen, dass Google dich gar nicht weiterkommen lässt, wenn kein SSL aktiviert ist. Hilft als nichts. Da musst du durch. Besser jetzt, als später. Die Umstellung ist kein Risiko — sie ist längst überfällig, wenn du sie noch nicht gemacht hast. - Ändere die Standard-Login-URL und aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Spammer und Hacker kennen den Standard-Login-Pfad auswendig. Mach es ihnen schwerer – das kostet dich zehn Minuten und spart dir möglicherweise den kompletten Blog. Ich selbst auch „nur“ die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Aber selbst das macht das Blog schon fast unhackbar. - Richte automatische Backups ein und speichere sie in einer Cloud – NICHT auf dem Server.
Mein Blog wurde einmal gehackt. Ich hatte damals kein aktuelles Backup. Das war ein Moment, den ich nicht nochmal erleben möchte. Mittlerweile machen meine Blogs alle 2 Wochen ein automatisches Update. Ich bekomme dann nur noch eine Mail: Updates abgeschlossen. Mir reicht alle 2 Wochen, soviel ändere ich nicht auf meinem Blog. Solltest du täglich Blogartikel schreiben, würde ich den Update-Zyklus verkürzen. - Aktualisiere WordPress und alle Plugins regelmäßig – aber immer erst ein Backup machen.
Updates schließen Sicherheitslücken. Und manchmal kann ein Update deinen Blog zerschießen. Erst sichern, dann updaten. In dieser Reihenfolge. Immer.
Du möchtest dein Blog sicher machen? Hast aber weder Zeit, Lust noch Nerven dazu?
Dann kann ich dir meinen Service ans Herz legen:
- ich richtige automatische Backups für dein Blog ein
(natürlich auf einem anderen Server)- eine zwei-Wege-Authentifizierung für dich ist mit drin
- und ich aktuallisiere alle Plugins und Themes und stelle es so ein, dass es ab sofort automatisch läuft
Möchtest du? Dann hier entlang.
2. Nische, Thema & Zielgruppe
Wer für alle schreibt, schreibt für niemanden. Das klingt abgedroschen – stimmt aber trotzdem. Ganz ehrlich?
- Wähle eine klare Nische und beschränke dich auf maximal 3–5 Kategorien.
Querbeet-Blogs haben es schwerer, sich bei Google zu positionieren. Und auch deine Leser wissen dann genau, wofür du stehst. Genau aus diesem Grund habe ich im Juni 2026 alle Blogartikel von fibb.de gelöscht, die nichts mit meinen Hauptthemen (Bloggen, SEO und Geld verdienen mit dem Blog) zu tun haben. Das hat richtig weh getan. Hilft aber jetzt, so dass Google und die KI’s wissen, um was es bei mir geht. - Prüfe die Langzeitperspektive: Willst du in 5–10 Jahren noch über dieses Thema schreiben?
Blogging ist kein Sprinter-Sport. Wer sein Thema nach zwei Jahren hasst, hört auf. Und dann war alles umsonst. Deshalb überlege dir schon bevor du anfängst: Fallen dir mehr als 50 Blogartikel-Themen ein, die du GERNE schreiben würdest? Die dir Spaß machen und dich stolz werden lassen, wenn du auf den „Veröffentlichen“-Button drückst? Wenn du nur schreibst, um damit Geld zu verdienen, gibst du meist nach ein paar Monaten auf. - Erstelle konkrete Personas – mit Name, Beruf und Wohnort.
Nicht „Frauen zwischen 30 und 50“. Sondern: Andrea, 45, Lohnbuchhalterin aus Wirmsthal, zwei Kinder, will endlich mit ihrem Blog Geld verdienen. Diese Person hast du dann vor Augen, wenn du schreibst. Ich hab mir sogar ein Mood-Board für diese Sandra angelegt. Mit Bild von ihr, Namen von ihren Kindern und deren Hobbys.

- Prüfe die Lukrativität deiner Nische.
Je intensiver das Bedürfnis, desto höher die Kaufbereitschaft. Ein Finanzblog wirft bei Affiliate-Provisionen deutlich mehr ab als ein Gartenblog. Das ist kein Geheimnis – das ist Markt. Allerdings ist Geld nicht alles, wenn du dir einen Finanzblogartikel mühsam aus den Rippen schneiden musst … du aber bei den Blogartikeln über Garten, Blumen und mehr das Strahlen anfängst… dann ist die Entscheidung gefallen. - Schreib nur über Themen, bei denen du aus eigener Erfahrung sprechen kannst.
Das klingt selbstverständlich – ist es aber nicht. KI kann dir Texte schreiben. Was sie nicht kann: die Erfahrung mitliefern. Und genau die ist es, die dich von tausend anderen unterscheidet. - Nutze Kundenfragen als Ausgangspunkt für neue Artikel.
Was fragen dich Leser immer wieder per Mail? Was taucht immer wieder in Kommentaren auf? Das sind deine besten Themen – garantiert relevant, garantiert gesucht.
3. Blogartikel schreiben
Das Handwerk. Der Teil, der viele einschüchtert. Dabei ist Schreiben lernbar – ich sage das als jemand mit LRS. Ich habe einfach angefangen. Und aufgehört, aufzuhören.
- Erstelle zuerst eine Gliederung – dann schreibe den Artikel.
Überschriften und Absätze zuerst, Fließtext danach. So kannst du Abschnitte noch verschieben, bevor du dich in Details verlierst. Ich selbst schreibe meist die Zwischenüberschriften und fülle dann nach und nach (niemals von oben nach unten) die verschiedenen Abschnitte. Je nachdem, zu welchem Abschnitt mir gerade etwas passendes einfällt, den schreibe ich. - Platziere dein Keyword in der Überschrift – möglichst am Anfang.
Google liest von links nach rechts. Was ganz links steht, bekommt mehr Gewicht. Nutze das. Der Tipp, dass ein Text eine bestimmte Prozentzahl an Keywords haben soll, ist definitiv veraltet. Behalte dein Keyword einfach im Kopf – dann fließt es ganz automatisch in den Text ein. - Baue Zahlen und konkrete Adjektive in Überschriften ein.
„7 schnelle Tipps“ schlägt „Tipps“ – immer. Zahlen machen das Versprechen greifbar. Besonders gut kommen ungerade Zahlen an – und auch mal etwas unerwartetes. Mein Blogartikel 5½ Szenarien, in denen ein WordPress-Backup deinen Blog rettet hat richtig viel Aufmerksamkeit bekommen… ein halbes Szenario hat halt nicht jeder ;). - Schreibe über 1.000 Wörter pro Artikel – Google liebt längere Texte, VG-Wort auch.
Ein langer, gut recherchierter Artikel rankt für deutlich mehr Keywords als ein kurzer – und bringt dir bei VG-Wort einen Qualitätsbonus obendrauf. Bis jetzt (soll 2028 wohl geändert werden) brauchst du mit 10.000 Zeichen bei VG-Wort nur noch die Hälfte an Leser, um die Auszahlungsgrenze zu erreichen. - Sprich deine Leser direkt an – „du“ statt „man“.
„Du kannst“ wirkt anders als „man kann“. Persönlicher. Verbindlicher. Ich selbst versuche das Wörtchen „man“ komplett rauszulassen. Irgendwie trickert mich das. Man kann sovieles… aber kann ich das auch? - Schreibe ein starkes Ende mit einem klaren Call-to-Action.
Was soll deine Leserin als nächstes tun? Kommentieren? Abonnieren? Kaufen? Sag es ihr. Direkt.
Ich selbst geh sogar noch einen Schritt weiter: Bei mir gibts gleich nach der Einleitung einen CTA. Warum? Weil viele den Blogartikel nicht bis zum Ende lesen…
ABER: Nimm den gleichen Call-to-Action.
Du kannst ihn gerne abwandeln (ich mache nach der Einleitung einen einfachen CTA in Schriftform mit farbigen Hintergrund) und vor dem Fazit einen CTA mit Bild und mehr Infos. Allerdings haben beide dasselbe Ziel. - Baue persönliche Anekdoten ein – sie machen deinen Text unverwechselbar.
Schreibe, was du selbst erlebt hast. Ich habe 15 Jahre lang rein technisch gebloggt, ohne Persönlichkeit. Das war ein Fehler. Erst als ich anfing, auch über Rückschläge und echte Momente zu schreiben, kamen die richtigen Leserinnen. Mit deiner Persönlichkeit ziehst du deine Wunschkundinnen an. Das habe ich erst Jahre später verstanden. - Nimm klar Stellung und drücke deine Meinung aus.
Texte ohne Haltung verschwinden im Einheitsbrei. Deine Leserinnen wollen wissen, was DU denkst – nicht eine neutral aufbereitete Zusammenfassung des Internets. Wobei du dabei privates definitiv für dich behalten darfst und sollst. Es geht niemanden was an, das deine Ehe gerade nicht so gut läuft – oder dass du kurz vor der Kündigung stehst. Du kannst aber gerne eine Anekdote rund um die Einschulung deiner Tochter oder den letzten Urlaub erzählen. - Nutze Storytelling als Einstieg.
„Letztes Jahr habe ich…“ oder „Neulich ist mir etwas passiert…“ – das zieht Leser rein. Sofort. Stärker als jeder Fakten-Auftakt. Allerdings musst du dir das (gerade bei Facharitkeln) genau überlegen. KI mag das nicht so gerne. Deshalb: Kurz und knackig – oder das Strorytelling nach den ersten Fakten. - Veröffentliche keine KI-Texte ungefiltert.
KI kann recherchieren und strukturieren – aber sie kann auch Dinge erfinden. Und sie klingt nicht wie du. Lies alles durch, bevor es online geht. Immer. - Überprüfe Fakten und verlinke deine Quellen.
Glaubwürdigkeit ist dein wichtigstes Kapital. Einmal falsche Zahlen – und das fällt auf. Und bleibt hängen. - Führe eine Themen-Liste und befülle sie ständig.
Gute Ideen kommen unter der Dusche, beim Spaziergang, beim Einkaufen – nicht beim Starren auf den leeren Bildschirm. Ich habe immer mein Handy dabei. Okay, unter der Dusche jetzt weniger… aber ansonsten immer. Eine kleine Sprachnachricht auf WhatsApp, da hab ich eine extra Gruppe angelegt. So kann ich ungefiltert drauflosplappern – obs danach DIE Idee war, zeigt sich meist ein oder zwei Tage später. - Nutze Google-Suchvorschläge als Ideenquelle.
Tippe dein Thema bei Google ein und schau, was automatisch vorgeschlagen wird. Das sind echte Suchanfragen echter Menschen. Besser geht Marktforschung nicht – und es kostet nichts.
4. SEO & Keywords
SEO ist kein Hexenwerk. Aber es ist auch kein Selbstläufer. Hier die Tipps, die wirklich den Unterschied machen – inklusive der teuren Lektion aus meiner eigenen Blogging-Geschichte.
- Fang erst nach 10–15 Artikeln mit SEO-Optimierung an.
Vorher lerne einfach zu schreiben. Wer von Anfang an zu sehr auf Keywords starrt, verliert den Schreibfluss – und die Freude. Die ersten Blogartikel sollten sich daher nicht unbedingt um Expertenthemen drehen. Schreibe Blogartikel über deine Motivation, Fun-Facts oder über deinen Weg zum Bloggen. Dir fehlen die passenden Themen? Dann hol dir meine Ideen Fusion. Kostenlos. Über 80 Ideen für Blogartikel. Von Expertenartikel bis zu persönlichen Blogartikeln. - Priorisiere als Anfänger Longtail-Keywords.
Longtail heißt: spezifisch, länger, weniger umkämpft. Mein erstes Longtail-Keyword hatte nur 90 monatliche Suchanfragen – und rankten nach zwei Wochen auf Seite 1. Das geht beispielsweise mit „SEO“ als Keyword nicht. Dazu haben solche Longtail-Keywords noch den Vorteil, dass die Suchenden genau wissen, was sie wollen. Würden sie denn sonst nach „blaue Schnürschuhe Größe 41“ suchen?

- Achte auf den Buyer Intent hinter dem Keyword.
Wer nach „Babypuppe blau“ sucht, weiß genau, was sie will – und kauft. Wer nach „Spielzeug“ sucht, schaut vielleicht nur. Ich habe monatelang für „Spielzeug“ auf Platz 1 gestanden, hatte monatlich Tausende Besucher… und null Umsatz. - Nutze Keyword-Research-Tools wie Ubersuggest oder den SEO Diver.
Die zeigen dir Suchvolumen, Konkurrenz und verwandte Begriffe. Kostenlos. In zehn Minuten. - Platziere dein Keyword sinnvoll: in Titel, URL, H2-Überschriften und Alt-Text.
Keyword-Stuffing funktioniert nicht mehr – aber gezielte Platzierung schon. Wenn es passt. Nicht auf Teufel komm raus. - Setze 3–5 interne Links pro Artikel und verlinke öfter auf deine wichtigsten Seiten.
Interne Verlinkung zeigt Google, welche Artikel dir besonders wichtig sind. Und sie hält Leser länger auf deinem Blog. Ich selbst versuche jeden neuen Blogartikel in mindestens drei älteren zu verlinken – und umgedreht. Jeder neue Blogartikel bekommt Links zu drei älteren. - Nutze sprechende Ankertexte statt „hier klicken“.
„Mehr zur internen Verlinkung in WordPress“ ist ein besserer Ankertext als „hier“. Für Google. Und für deine Leserin. - Variiere deine Ankertexte mit Synonymen.
Immer dasselbe Keyword als Ankertext wirkt unnatürlich. Und unnatürlich mag Google nicht. Deshalb sind gerade Halbsätze eine gute Idee. Oder du setzt deinen Link einmal als Keyword und dann – im nächsten Text – bekommt das Keyword noch zwei oder drei beschreibende Worte dazu. - Baue Backlinks auf: durch Gastartikel, Blogparaden und Infografiken.
Gastartikel auf passenden Blogs sind immer noch einer der wirksamsten Wege, um Vertrauen und Sichtbarkeit aufzubauen. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, fremde Blogger einfach anzuschreiben wirkt schnell spammy. Frage liebe bekannte Blogger und Bloggerinnen – veröffentliche Gastartikel, die du auch bei dir selbst veröffentlichen würdest UND mach in deinem Newsletter und auf Social-Media nach der Veröffentlichung Werbung dafür. Dann haben beide Seiten etwas davon.
Blogparaden sind eine echt tolle Möglichkeit, auf dich und deinen Blog aufmerksam zu machen. Die Backlinks sind eher ein kleiner Zusatzbonus. So eine Blogparade ist richtig viel Arbeit (du musst promoten, promoten, … und nochmal promoten) und trotzdem kann sie manchmal nicht so richtig laufen.
Infografiken waren vor KI eine echt coole Idee, um zu Backlinks zu kommen. Heute kann sich jeder mit KI selbst so eine Infografik zusammenschustern. Aber was solls? Wenn du schon eine schöne Infografik hast, kannst du sie auch (gegen Backlink) anbieten. - Richte die Google Search Console ein und schau regelmäßig rein.
Sie zeigt dir, für welche Keywords du bereits rankst – und welche Artikel Potenzial haben, weiter nach oben zu klettern. - Stelle sicher, dass dein Blog auf dem Handy gut aussieht und schnell lädt.
Google bewertet die mobile Nutzererfahrung. Schlechte Ladezeiten = schlechtere Rankings. Punkt. Die Ladezeiten deines Blogs kannst du unter PageSpeed Insights messen. Bestenfalls hast du überall grüne Zahlen. Falls nicht, schadet ein Blick auf die Fehlermeldungen nichts. - Optimiere deine Bilder: kleinere Dateigröße, sprechender Dateiname, Alt-Text.
„Bild123.jpg“ bringt gar nichts. „seo-tipps-blogger-anfaenger.jpg“ schon. Der Alt-Text ist dazu da, Suchmaschinen (und sehbehinderten Nutzern) zu erklären, was auf dem Bild zu sehen ist.
5. Blog bekannt machen & Leser gewinnen
Der beste Blogartikel nützt nichts, wenn ihn niemand liest. So bringst du deinen Blog auf das Radar deiner Wunschleserin.
- Baue von Anfang an einen Newsletter auf.
Deine Abonnentinnen sind deine zuverlässigsten Leser. Ich verschicke meinen Newsletter zu 99 Prozent jeden Freitag – und das seit Jahren. Verlässlichkeit schafft Vertrauen. Was aber auch zur Wahrheit dazugehört: Ich hatte jahrelang keinen Newsletter. Warum? Weil mir nicht klar war, dass der Newsletter mein wichtigstes Leserbindungs – und Verkaufsinstrument ist. Ohne Newsletter bist du auf Suchmaschinen, KIs oder Social Media angewiesen. Willst du das? - Bespiele 2–3 Social-Media-Kanäle intensiv – statt überall oberflächlich zu sein.
Ich hatte mal Konten auf unzähligen Plattformen. Instagram, Facebook, Pinterest… und noch einige mehr. Die meisten davon sind tot. Denn es ist mehr Arbeit als jemand bewältigen kann. Ich bespiele jetzt nur noch Facebook regelmäßig – und Linkedin, wenn ich dazu komme. Instagram und Pinterest bekommen alle paar Monate mal ein neues Bildchen. Mehr Zeit hab ich nicht. - Teile neue UND alte Artikel auf Social Media.
Deine Leser haben nicht alles gelesen. Ein Artikel, der vor zwei Jahren top war, kann heute neue Fans gewinnen. Außerdem sind die Social-Media-Kanäle so gestrickt, dass niemand alle deine Postings sieht. Du kannst einen Blogartikel (oder eine Aktion) gerne mehrere Tage hintereinander posten. Nehm einen anderen Text, ein anderes Bild – und poste ihn nochmal. Sei mutig! Schlimmstenfalls wird weitergescrollt. - Beantworte Kommentare auf deinem Blog und auf Social Media.
„Behandle deine Leser, als wären sie deine Gäste.“ Das habe ich mal irgendwo gelesen. Stimmt. Allerdings darfst du auch ungebetene Gäste galant zur Türe führen. Dementsprechend lösche ich Spam-Kommentare ohne wenn und aber. „Schönes Blog“, „das hab ich mir auch gedacht“ oder sonstige Nonsens-Kommentare werden gelöscht. Wer meint auf diese billige Art und Weise einen Backlink bei mir abholen zu können, hat sich geschnitten. - Kommentiere wöchentlich 5–6 Mal auf anderen Blogs in deiner Nische.
Ehrliche, hilfreiche Kommentare – nicht „Toller Artikel!“. Das bringt dich auf das Radar anderer Bloggerinnen. Und manchmal zurück auf deinen Blog. So kannst du auch nette Blogger kennenlernen. Bei mir sind durch diese Kommentare schon der ein oder andere nette Kontakt entstanden. Allerdings gehört auch hier zur Wahrheit dazu: Lieber weniger und regelmäßig, als ein paar Wochen voll durchzustarten und dann frustriert aufzugeben. Wenn du keine fünf Kommentare die Woche schaffst, wie wäre es mit vier im Monat? Auch Kleinvieh macht Mist. - Schreibe regelmäßig Gastartikel auf passenden Blogs.
Gastartikel bringen Backlinks, neue Leser und Autorität in deiner Nische. Ein Artikel pro Monat auf einem größeren Blog – das summiert sich. Allerdings überleg dir, warum der andere Blogger dich auf seinen Blog lassen soll. Irgendwas sollte auch er davon haben. Deshalb: Schreib einen echt genialen Blogartikel, verlinke ihn auf deiner Über-mich-Seite und mach Werbung dafür auf allen Kanälen, die dir so einfallen.
Ich versuche monatlich einen Gastartikel zu veröffentlichen. Klappt nicht immer. Aber wenn ich am Ende eines Jahres sieben oder acht richtig coole Blogartikel geschafft habe, ist das doch auch schon was wert. - Veranstalte eine Blogparade.
Du stellst eine Frage, andere Blogger antworten und verlinken dich. Eine der schönsten Win-Win-Aktionen, die ich im Blogging kenne. Auch hier zählt: Desto bekannter du und dein Blog bist, desto einfacher läuft so eine Blogparade. Als Anfänger ist das meist ein Satz mit X. … das war wohl nix. 😉 - Optimiere Meta-Titel und Meta-Beschreibung.
Was bei Google angezeigt wird, entscheidet über den Klick. Eine gute Beschreibung mit einem Sonderzeichen (→, ✓, •) fällt auf. Allerdings übertreibe es nicht. Zuviel des Guten bewirkt häufig das Gegenteil. - Nutze maximal zwei Call-to-Actions pro Artikel.
„Kommentiere hier, abonniere da, folge mir dort“ – das überfordert. Was ist die eine wichtigste Handlung? Die kommt. Alles andere lässt du weg.
Ich verwende zwei CTAs (mit demselben Ziel). Eine gleich nach der Einleitung – eine vor dem Fazit. Gerne unterschiedlich designt, mit anderem Text. Aber demselben Ziel. - Trage deinen Blog-Link in deine E-Mail-Signatur ein.
Klingt klein. Gibt aber zig passive Impressionen pro Monat – bei jedem, dem du eine E-Mail schreibst.
6. Geld verdienen mit dem Blog
Ganz ehrlich? Zwei Mythen nerven mich wirklich. Der erste: „Im Internet verdient man nur Geld, wenn man betrügt.“ Der zweite: „Man kann schnell reich werden.“ Beides ist Unsinn. Du kannst mit dem Blog Geld verdienen – wenn du eine Nische hast, in der du wirklich etwas zu sagen hast, und wenn du bereit bist, dranzubleiben.
- Melde deinen Blog bei VG-Wort an
VG-Wort zahlt dir für jeden Artikel, der eine bestimmte Mindestlesermenge erreicht, jährlich Geld aus. Es ist nicht riesig – aber du schreibst die Artikel sowieso. Also meld dich einfach an. Wenn du ein WordPress-Blog hast, kannst du ein Plugin installieren – und schon bekommt jeder deiner Blogartikel automatisch einen Pixel. - Archiviere die VG-Wort-Zählpixel-Liste sicher – es gibt keine Kopie.
Die Excel-Liste, die du beim Download bekommst, ist einmalig. Weg ist weg. Also: gut aufheben. - Nutze das WordPress-Plugin „Prosodia VGW OS“ oder „Worthy“ für die VG-Wort-Integration.
Es baut die Zählpixel automatisch ein und erleichtert die spätere Meldung erheblich. - Reiche VG-Wort-Meldungen pünktlich ein.
Wer die Deadline verpasst, bekommt für dieses Jahr kein Geld. Keine Ausnahmen. - Reiche als Unternehmerin deinen Gewerbeschein bei VG-Wort ein.
Sonst wird die Mehrwertsteuer nicht mit ausgezahlt. Das ist kein Kleingedrucktes – das ist bares Geld, das du sonst liegen lässt. - Habe realistische Erwartungen: Die ersten Einnahmen kommen nach 9–12 Monaten.
Vollzeit-Bloggerin werden dauert Jahre, nicht Monate. Wer das weiß, gibt nicht auf. Wer es nicht weiß, ist nach drei Monaten frustriert. - Kombiniere mehrere Einnahmequellen – setz nicht alles auf eine Karte.
VG-Wort + Affiliate + eigene Produkte + Beratung – das ergibt zusammen ein stabiles Einkommen. Jede Quelle allein ist wackelig. - Setze auf eigene digitale Produkte als verlässlichsten Einkommensweg.
Affiliate braucht viel Traffic. Eigene Produkte nicht – dafür braucht es das richtige Publikum. Und das baust du mit echten Inhalten auf. - Denke unternehmerisch, nicht nur als Bloggerin.
Vom Blog allein leben? Kaum jemand. Aber vom Business, das über den Blog entsteht? Das funktioniert. Überlege dir eine Dienstleistung, ein Produkt – oder gar beides? – die du verkaufen kannst. - Wähle eine lukrative Nische.
Intensives Bedürfnis = hohe Kaufbereitschaft. Das ist kein Zynismus – das ist Realismus. Alles was „schön wäre“ kauft kein Mensch. Es muss weh tun, es nicht zu haben. Das coole daran: die Käufer sind dankbar, dass du ihnen geholfen hast. Sowas nennt sich Win-Win-Situation. - Verkaufe dich nicht unter Wert.
Viel zu viele Bloggerinnen nehmen zu wenig für Kooperationen, Gastartikel und Beratungen. Wenn du eine Expertin bist, verhalt dich auch wie eine.
7. Dranbleiben & Mindset
Das ist der Abschnitt, den die meisten überspringen. Und genau deshalb geben 95 Prozent aller Blogger innerhalb der ersten drei Monate auf. Nicht wegen schlechter Technik. Nicht wegen fehlendem Talent. Sondern weil niemand ihnen gesagt hat, was Bloggen wirklich bedeutet.
- Regelmäßigkeit schlägt Intensität.
Lieber jede Woche zwei Stunden bloggen als einmal im Monat alles geben – und dann drei Wochen nichts. Google und deine Leser mögen Beständigkeit. - Blockiere feste Blog-Zeiten in deinem Kalender.
Ich blogge jeden Montag und Mittwoch Nachmittag. Das steht im Kalender wie ein Kundentermin. Weil es einer ist – nur mit mir selbst. - Lege Perfektionismus ab.
Der größte Fehler ist, erst anfangen zu wollen, wenn du perfekt bloggen kannst. Den Moment gibt es nicht. Ich habe über 1.000 Artikel geschrieben und lerne noch immer. „Perfekt“ war bis jetzt keiner der Blogartikel. Wird dieser hier auch nicht. - Plane 6–12 Monate ein, bis erste messbare Ergebnisse sichtbar werden.
Nicht weil Bloggen langsam ist – sondern weil Vertrauen Zeit braucht. Bei Lesern und bei Google… und „messbare Erfolge“ heißt nicht: du verdienst dann Geld. Nein, das heißt: Du bekommst regelmäßig Besucher auf deinen Blog, dein Newsletter wird gelesen und ab und an kauft vielleicht mal jemand dein Mini-Produkt. - Vergiss die Mythen: kein schneller Reichtum, aber nachhaltiges Einkommen ist möglich.
Du kannst mit Bloggen Geld verdienen – wenn du in deiner Nische Expertise hast, bereit bist, dir diese Expertise auch anzueignen, und wenn du dranbleibst. - Lese regelmäßig andere Blogs in deiner Nische.
Input ist Voraussetzung für Output. Wer nie liest, läuft irgendwann trocken. Ich lese gerne bei meinen Mitwettbewerbern. Denn da kommt neuer Wind in meine Ideen und Überlegungen. - Setze realistische, beeinflussbare Ziele.
Nicht „100.000 Besucher bis Dezember“ – das liegt nicht allein in deiner Hand und ist auch kaum machbar (höchstens du hast ein paar Euro, die du reinstecken kannst). Sondern: „12 Blogartikel und 10 neue Backlinks dieses Jahr.“ Das schon. - Schreib dir Blogartikel auf Vorrat.
Mal ist ein Kind krank, mal ist die Woche voll. Wer einen Puffer hat, bleibt trotzdem konsistent. Und für den Fall der Fälle: Von einmal keinen Blogartikel nicht veröffentlichen, geht die Welt nicht unter. Solange du dauerhaft dranbleibst, merkt das kein Mensch. - Bloggen ist ein Marathon – kein Sprint.
Ich sage das nach 24 Jahren. Es ist immer noch mein liebster Satz. Und der ehrlichste.
Fazit: Was mich 24 Jahre wirklich gelehrt haben
Ich war auf Platz 1 bei Google – und trotzdem hat keiner gekauft. Ich habe jahrelang ohne Persönlichkeit gebloggt und mich gewundert, warum keine Kundinnen kamen. Ich habe angefangen, aufgehört aufzuhören, und irgendwann – nach vielen solchen Momenten – verstanden, was Bloggen wirklich bedeutet.
Es geht nicht darum, perfekt zu sein. Es geht darum, echt zu sein. Nützlich zu sein. Dran zu bleiben.
Diese 75 Tipps sind nicht aus einem Kurs. Sie kommen aus 24 Jahren, über 1.000 Artikeln, echten Fehlern und echten Erfolgen. Naja, manche auch aus beiden gleichzeitig.
Der wichtigste Tipp? …. was glaubst du? Schreib es mir gerne in die Kommentare.
PS. Wer Tipps vermisst oder andere Erfahrungen gemacht hat: Her damit. Diese Liste wächst.




